Sonniger Empfang auf Island

Nach einem 6h stündigen Flug setzten wir sicher auf Island auf. Während der Flugzeit hatten wir nur wenig geschlafen und es war gerade mal 9 Uhr, also noch eine lange Zeit bis zur nächsten Nachtruhe. Mit unserem Gepäck ging es durch den Zoll und ab zum Ausgang. Dort sahen wir bereits jemanden von Procar stehen der uns einsammelte und uns nach Keflavík zur Mietwagenstation brachte. Die Abwicklung war schnell und unproblematisch. Die Fragen nach einer Sandsturm- und Ascheversicherung machte uns nachdenklich. Doch wir hielten dies für nicht notwendig. Ein schicker neuer Kia Rio wurde für die nächsten Tage unser Begleiter. Mit dem sparsamen Flitzer ging es zunächst nach Reykjavik für eine kleine Cafépause. Dort parkten wir am Rathaus, welches aber irgendwie ziemlich unspektakulär aussah und uns zunächst gar nicht den Eindruck eines Rathauses machte. Unser Reiseführer empfahl uns das Kaffivagninn. Eine gute Empfehlung, wie wir fanden, ein kleines Lokal direkt am Hafen gelegen mit leckeren Speisen und guten Café. Allerdings bereitete uns der Umrechnungsfaktor (1€ ca. 139Kronen) noch ein wenig Kopfzerbrechen. Außerdem war auch hier die hohen Lebenshaltungskosten nicht zu übersehen. Während der kleinen Pause nutzte ich die Gelegenheit, mich über die Notwendigkeit einer Sandsturmversicherung zu informieren. Und stellte schnell fest, dass dies nicht ungewöhnlich ist.

DSC05509

Direkt der erste Googletreffer führte mich zu einem Katastrophenbericht von Christine, die so ihre Erfahrungen mit Sandstürmen machen musste. Auch die sonstigen Forendiskussionen zeigten, das da so einiges los sein kann. Gerade an der Südküste bei Vik kommt dies sehr häufig vor. Karges Land und viele kleine Kieselsteine beginnen bei Wind ab 15m/sek. mit ihrem Flug und lösen dabei gern mal den Lack auf oder zerstören die Scheiben. Prävention war durch den täglichen Check des Wetterberichts möglich und Aufmerksames lesen der Warntafeln am Straßenrand. Gegen Vulkanaktivität war dagegen allerdings kein Kraut gewachsen und es blieb nur hoffen. Der seit 1920 im 10 Jahres Takt ausgebrochene Hekla, war seit 1990 nicht mehr ausgebrochen und der nächste Ausbruch wurde praktisch täglich erwartet 😉

WP_20160530_07_39_19_Rich

Es ging fuhr uns die Ringstraße entlang bis nach Selfoss. Rechts und links der Straße hoben sich viele Vulkanhügel aus der Erde empor. Karge Mondlandschaft schloss das Panorama ein und mit den vorbeiziehenden Wolken ergab sich eine unwirkliche Kulisse. Etwas später gelangten wir an einem kleinen Parkplatz von dem aus sich ein Panaromablick über Hverageròl und Selfoss eröffnete. Dies war auch gleich die Gelegenheit einen Power Nap zu tätigen. Einige Teile der Strecke legte ich bereits auf Autopilot hinter mir, muss ja nicht immer sein 😉

In Hverageròl gab es dann die nächste, etwas längere Pause. Wir vergaßen, dass sich hier 2010 eine Erdspalte direkt unter dem Supermarkt öffnete. Diese blieb offen und ist nun durch einen Glasboden im Eingangsbereich zu sehen. Außerdem gibt es hier einen beliebten 3km langen Trail der hoch zu heißen Quellen führt, in denen man den ganzen Tag entspannt baden kann. Zu diesen Dingen kamen wir noch.

Jessy beschränkte sich hier erstmal auf Ihren ersten Power Nap, nachdem Sie am vorherigen Punkt, einiger Franzosen die meinten die Autotüren häufiger nutzen zu müssen, nicht schlafen. Zeit genug, um mich etwas in der Gegend umzuschauen und den ersten schicken Wasserfall zu sichten. Außerdem gab es noch einige dampfende Erdlöcher zu bestaunen.

Anschließend ging es nach Selfoss zu unserer ersten AirBNB-Unterkunft. Wir wurden nett in Empfang genommen und gleich in die zahllosen Entspannungsmöglichkeiten (Spa, Sauna, Regenduschen, REGENDusche 😉 ) eingewiesen. Nach einer kleinen Mittagspause konnten wir das Wetter natürlich nicht ungenutzt lassen und machten uns noch auf zum Kerid Crater. Ein 3000 Jahre alter Vulkankrater, der sich mittlerweile mit Wasser gefühlt hat. Bei dem Wetter ein toller kleiner Ausflug um einen kleinen Eindruck von der geprägten Landschaft zu bekommen und nebenbei das schöne Panorama zu genießen. Nebenbei sorgte eine Familie mit einigen Showeinlagen, beim Abstieg zum Wasser, für ein unterhaltsames Programm. Irgendwie hatte die Frau Angst die Treppen hinunter zu steigen, aber als diese aufhörten und nun Hang zwischen Ihr und dem Wasser lag, war die Herausforderung scheinbar zu groß. Mehrmals wippte sie unentschlossen hin und her um am Ende den Hang doch zu meiden.

DSC05547

Anschließend gab es noch einen netten Abend im Gasthaus, das diesmal fest in Deutscher Hand war 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.