New York, New York

Wir erwachten in unserem Überraschungszimmer und freuten uns auf das Frühstück, welches enthalten war. Die Freude war allerdings nur von kurzer Dauer. Das Frühstück beschränkte sich auf einen 2m langen Thekenaufbau gegenüber der Rezeption. Es beinhaltete Café, heißes Wasser für den berühmten Haferbrei (Oat Meal), ein paar abgepackte Mini Muffins und Müsliriegel. Wir hatten irgendwas anderes erwartet 😉

New York

Auf ging es in die 200km entfernte Mega Metropole. Wir besichtigen noch die umliegenden Orte und fuhren danach entlang der Scenic Route Richtung New York. Beim Tanken brauchte ich noch mal Hilfe, da es einige Tankstellen gibt, bei der man nach Entnahme der Zapfpistole die Aufhängung hochklappen muss, um den Tankvorgang frei zugeben. Man(n) lernt halt nie aus. Je näher wir New York kamen, desto mehr Spuren enthielten die Highways. Und kurze Zeit später tauchte die Skyline bereits am Horizont auf. Die Highways hatten mittlerweile 2×6-8 Spuren für eine Richtung. Ohne Navigationssystem und mit Karte wäre man wohl völlig aufgeschmissen. So wie die Skyline immer größer wurde, schnellten die Mautgebühren mit jeder Brückenüberfahrt in die Höhe, begonnen bei 1,75$ über 4,95 erreichten wir in der Spitze 15$. Nach einer Stunde Irrfahrt im Interstate Dschungel um New York, bei dem wir einmal vom genervten LKW Fahrer weg gehupt wurden, als wir nach einer Mautstation nicht wussten welcher Zweig der richtige war, erreichten wir die Harrison Street in Staten Island. Diesmal hatten wir uns bei AirBNB was schickes rausgesucht und standen zunächst etwas ratlos vor der Tür, keiner da und keine Codeeingabe möglich. Aber hinter der Eingangstür versteckte sich das Tastenfeld. Im Haus war allerdings kein Mensch und wir suchten zunächst die Zimmer nach unserer Bleibe ab. Im 3. Stock wurden wir dann fündig. Wir warteten noch ein wenig und starteten danach unseren Trip nach New York.

Natürlich ging es zum Fähranleger auf Staten Island. Der Wagen war hier außer Reichweite von Politessen und hohrenden Parkgebühren und stand einfach an der Straße. Die Fähre pendelt kostenlos 7/24 im 30 Minuten Takt zwischen New York und Staten Island. Wir waren überrascht wie schnell das Be- und Entladen von statten geht. Innerhalb von 5 Minuten ist die Fähre entladen und mit neuen Passagieren abfahrbereit. Wir legten ab mit direktem Kurs auf die Skyline, während links von uns die Freiheitsstatue an uns vorbei zog. Strahlend blauer Himmel sorgte für einzigartige Fotoaufnahmen. Bereits 25 Minuten später erreichten wir Manhattan und verließen die Fähre.

Manhattan Sykline Brooklyn Bridge NY

Nach unserem letzten New York Trip, wollten wir es diesmal entspannt angehen lassen und nur die Sachen machen, die wir beim letzten Mal nicht geschafft hatten. Ob das geklappt hat, dazu komme ich später noch. Jedenfalls war unser erstes Ziel die Brooklyn Bridge. Dorthin waren wir noch ein gutes Stück unterwegs und der Aufgang war auch nicht so einfach zu finden, da natürlich drum herum gerade eine große Baustelle ist. Nachdem wir den Aufgang fanden, waren wir doch ziemlich angetan von der Brücke und von dem Panorama was sich von hier eröffnet. Leider wurden einige Bereiche der Brücke gerade saniert dazu gehörten auch Teile des Fußwegs. Das machte es nicht einfacher mit den Menschenmassen die Brücke zu erkunden. Wir gingen komplett rüber bis nach Brooklyn und dort unten ans Wasser um noch einige tolle Skyline Fotos zu knipsen. Zurück ging es mit der U-Bahn die leider, aufgrund eines defekten Zuges, ziemlich lang im Tunnel festhing ehe wir wieder in Manhattan ankamen.

One World Trade Center

Bei unserem letzten Besuch 2012 war das neue World Trade Center und die Gedenkstätten noch im Bau. Daher waren wir natürlich ziemlich neugierig wie sich der ganze Bereich weiterentwickelt hat. Das neue One World Trade Center ist ja nun eine imposante Erscheinung. Die Glasfront und die im Karree zulaufenden Gebäudeteile sind archetektonisch schon was Besonderes. Mir gefällt der untere Teil mit den Klappbaren Scheiben allerdings nicht so richtig. Einige Meter weiter ist die Gedenkstätte zu besichtigen, die nun fertiggestellt und wirklich schön geworden ist. Imposantes Merkmal sind die Gebäudeabdrücke der Twin Towers, die hier mehrere Meter tief in den Boden reichen. An den Wänden rauscht Wasser in die Tiefe, was dem ganzen Ort eine ganz besondere Atmosphäre verleiht. Für den Aussichtspunkt im WTC waren wir etwas zu spät dran, aber wir hatten ja noch einen Tag. Es ging langsam zurück zur Fähre. Auf Staten Island haben wir nach ein wenig suchen noch einen tollen Mexikaner aufgetan um den Abend ausklingen zu lassen.

Zur frühen Stunde erwachten wir für unseren 2. Tag in New York. Da die MTA keine 24/48h Tickets mehr verkauft überlegten wir eine Alternative um Manhattan zu erkunden. Nach ein wenig Recherche fiel die Wahl auf Citi Bike. Ein Fahrradverleih der 100te Stationen über Manhattan verteilt hat. 10$ pro Rad, pro Tag. Dazu jede Tour unter 30 Minuten kostenlos. Perfekt geeignet um die Stadt todesmutig mit dem Rad zu erkunden 😉 Die erste Station war am Museum schnell gefunden. Von hier ging es direkt auf dem sehr gut ausgebauten Radweg entlang der West Street hoch zum High Line Park. In weniger als 20 Minuten erreichen wir bei entspannten Radeln die Radstation am Beginn des High Line Park.

High Line Park NYC

Die Stufen hoch zum High Line Park eröffnet sich eine gemütliche schmale Parklandschaft in mitten von New York. Eine starke Idee, die ursprünglich von einer Nachbarsgemeinschaft ins Leben gerufen wurde um die ehemalige Eisenbahnstrecke zu retten und in etwas Nachhaltiges zu verwandeln. Quer durch die Häuserschluchten schlängelt sich die Parkanlage in Mitten von New York. Die Bahngleise sind stetig präsent und nahtlos in den Weg eingelassen bzw. werden als Blumenbett genutzt. Mittlerweile scheinen den Wert des Parks etliche Investoren erkannt zu haben, so entstehen angrenzend viele neue Wohngebäude. Teilweise wird der Park integriert oder dadurch weiter verlängert. Wir pendelten den Park entlang und blieben zunächst bei der Bronzestatue stehen, die täuschend echt aussah. Jeder dachte, dass diese sich gleich bewegen würde. Irgendwie unheimlich 😉 Wir ließen zunächst Agatha den Vortritt fürs Fotoshooting. Etwas weiter kam dann ein kleiner Restaurantbereich der zahlreiche Cafés und Bars beheimatete. Ein kleiner Sitzbereich war ebenfalls dabei. Hier vergaß eine Frau Ihre Handtasche die nun einsam und gefährlich an einem Stuhl hing. Ein Reinigungsmann wurde sichtbar nervös und fragte jede Frau ohne Handtasche, ob es ihre wäre. Glücklicherweise fand sich die Besitzerin noch, ob die Tasche sonst gesprengt worden wäre? Von hier oben entdeckten wir auch Artichoke Basille´s Pizza und entschieden uns diese zur probieren, doch wir waren zu früh dran. Wir verließen den Park, ganz zur Freude von Jessy, in Richtung Times Square.

Was wäre ein Aufenthalt in New York ohne das rege Treiben am Times Square. Alles um ein herum ist am Blinken, ständig wird versucht einem Tickets für etliche Touren anzudrehen und Werbung soweit das Auge reicht. Ich klickte mich gerade aus und stattete dem T-Mobile Shop einen Besuch ab um eine SIM-Karte zu erhalten. Aber so richtig günstig wie bei uns, geht es nur mit bereits vorhandener SIM-Karte. Nach ein wenig Diskussion und die Frage, ob ich aus Deutschland komme, wurde mir die SIM-Karte kostenlos als Bonus gegeben. Schließlich ist T-Mobile ja ein deutsches Unternehmen 😉

Feuerwehreinsatz Times Square NYC

Auf dem Weg zur nächsten Radstation wurden wir Zeuge eines Feuerwehreinsatzes, der nicht so richtig vertrauenserweckend war. Ein ganzer Zug rückte an und hielt an einer Kreuzung Nahe des Time Square. Einige Feuerwehrleute stiegen aus und die Einsatzfahrzeuge verteilten sich um den Block. Die Feuerwehrleute gingen nun Gebäude für Gebäude ab um die Quelle des Feuers zu suchen. Aber man sah nichts und roch nur ein wenig etwas. Nach einigen Minuten Verkehrschaos rückten die ganzen Wagen wieder ab. Sowie das ganze ablief, war es schon etwas merkwürdig. Nach dieser kleinen Showeinlage radelten wir mitten im Berufsverkehr hoch zum Central Park. Innerhalb von Manhattan gibt es auch Fahrradwege, die parallel zur Fahrbahn verlaufen und nur durch eine Markierung von der Fahrbahn getrennt sind. Hier parkt auch mal gerne jemand oder diese sind wegen einer Baustelle auf einmal gänzlich verschwunden. Dann wird es schon spannend.

Im Central Park gab es eine kurze Rast an einer Bank. Während wir so dort saßen, näherte sich von der Seite ein neugieriger Waschbär. Zunächst blieben wir ruhig sitzen, aber als sich zwei einheimische näherten, den Waschbären sahen und sofort umkehrten, sahen wir auch mal zu uns langsam aus dem Staub zu machen. So schwangen wir uns wieder aufs nächste Rad und radelten durch den Central Park für einige Fotostopps.

Anschließend war eine Stärkung auch bitter nötig und wer wäre dafür besser geeignet als Gray´s Papaya? 😉 Vom Central Park waren es nur wenige Gehminuten und schon gab es leckere Hot Dogs mit den unvergleichlich leckeren Saftmixgetränken. Natürlich könnten wir uns noch für 1$ einen Refill.

Ghostbusters House NYC

Die Zeit verging wie im Flug und wir hatten schon deutlich später als gedacht, also rauf aufs Fahrrad und wieder runter Richtung Lower Manhattan. Da bald Ghostbosters 3 im Kino kommt, wollte ich mir doch mal das Gebäude von den ersten beiden Teilen ansehen welches wir nur einige wenige Minuten später erreichten. Leider war es komplett eingerüstet und somit konnten wir wenig davon sehen. Mit Ausnahme der beiden Graffitis auf den Boden waren keine weiteren Hinweise zu sehen, dass hier mal Filmgeschichte entstanden ist.

9/11 Memorial

Von hier ging es direkt weiter runter zum WTC. Leider waren wir wieder ein wenig zu spät für die Aussichtsplattform, was allerdngs aufgrund der starken Bewölkung ohnehin keine Priorität hatte. So konnten wir noch einige coole Aufnahmen des Gedenkparks während der Dämmerung machen. Der Park wird übrigens bei Dunkelheit geschlossen, wie wir schnell feststellten. Die Dunkelheit brach herein und wir gingen langsam zurück zur Fähre, allerdings nicht ohne den Stier in der Wolfstreet an den Eiern zu packen 🙂

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