Niagarafälle der amerikanischen Art

Die kanadische Seite der Niagarafälle hatten wir nun ausgiebig erkundet. Blieb noch ein wenig Zeit um sich die amerikanische Seite anzuschauen. Also Sachen zusammengepackt und schon nahte fürs erste der Abschied aus Kanada. Auf dem Weg zur Rainbow Bridge (Grenzübergang Kanada – USA), war die Verkehrsführung etwas verwirrend, aber wir erreichten sie schließlich nach mehreren Fahrten im Kreis. 😉

Jessys Puls nahm derweil Fahrt auf. Die kanadische Seite war schnell verlassen, langsam rollten wir über die Brücke und ergriffen die Gelegenheit für einige schöne Fotos. Mit dem Auto anhalten ist übrigens strikt verboten. Als Fußgänger kann die Brücke ebenfalls betreten werden und dabei sind dem Aufenthalt keine Grenzen gesetzt. Am Amerikanischen Grenzübergang angekommen, wurde es spannend. Zunächst war ein Stop vorm Grenzhäuschen Pflicht, damit man im Auto sitzend ein Fotoshooting über sich ergehen lässt. Also ist lächeln angesagt oder doch nicht? Jedenfalls blitzte es von allen Seiten. Danach rollten wir langsam zum Grenzbeamten vor. Dieser fragte die üblichen fragen und nahm uns die Pässe weg und behielt diese gleich ein. Als Ersatz erhielten wir einen kleinen weißen Zettel und die deutliche Aufforderung wo wir parken müssen. Der Zettel gewährte uns Eintritt in den 2. Stock vom gesicherten Grenzgebäude. Dort nahmen wir im Wartebereich Platz. Unsere Nachnamen waren voll zu schwer um diese auszusprechen, so tönte durch die Lautsprecher nur „die beiden Deutschen können reinkommen“. Wieder das gleiche Prozedere, Fingerabdrücke, Fotos und Einreiseinterview. Kurz noch 8US$ Einreisegebühr abdrucken und wir erhielten unsere Pässe wieder. Das war es schon und wir durften weiterfahren. Auto- oder Gepäckkontrolle gab es glücklicherweise keine.

Wir parkten das Auto in der Nähe der Touristen Informationen und machten uns auf fußläufige Erkundungstour. Leider wird an der amerikanischen Seite der Niagara Fälle noch bis Sommer 2017 gebaut, weswegen einige Bereiche derzeit gar nicht erreichbar sind. Unser Weg führte uns auf Goat Island und zunächst zu den kleinen Bridal Vail Falls. Dabei ist die Insel an sich schon ein Highlight, wie sie vom Niagara River eingerahmt ist. Überall sind Stromschnellen auf ihrem Weg zum Wasserfall zu sehen. Der Weg führte direkt zur Bruchkante und man konnte sowohl die Bridal Vail Falls als auch die American Falls sehen.

Bristol Vail Niagara Falls

Von hier gingen wir zu den Canadian Horseshoe Falls. Allerdings ist der Bereich weiträumig gesperrt, so dass man nur aus einigen Metern Entfernung das ganze beobachten kann. Wenn die Plattform fertig ist, kommt man von hier genauso nah ran, wie von der kanadischen Seite. Insgesamt bleibt aber als Fazit festzuhalten, dass die Niagarafälle von der kanadischen Seite wesentlich imposanter wirken. Der Abstand zur Bucht und die freie Sicht von den American Falls bis hin zu den Horseshoe Falls ist wesentlich beeindruckender. Entweder diese Seite erkunden oder direkt beide nehmen. Durch die Rainbow Bridge ist ein Grenzübertritt ja schnell möglich.

Cave of Wind

Die Bauarbeiten hatten leider auch Auswirkungen auf die „Caves of Wind“ Tour. Bei dieser sind Stege am Fuße bis unterhalb der Bridal Vail Falls gebaut. Leider waren davon einige gesperrt. Trotzdem konnte man schon sehr nah ran und so ergaben sich noch einige weitere, tolle Motive.

Die Brücke die Goat Island über Green Island mit dem Festland verbindet ist wirklich dringend Sanierungsbedürftig. Eigentlich sind die steinere Brücke malerisch aus und passt gut in das Panorama, die Stahlbehelfsbrücke die das ganze allerdings stabilisiert, sieht nun nicht wirklich vertrauenserweckend aus. Hier schreiten die Sanierungspläne voran und werden für die Sanierungszeit eine Stillegung der American Falls nach sich ziehen. Wir schlenderten noch ein wenig entlang der amerikanischen Seite bis hinter die American Falls und ließen uns die Gischt um die Nase wehen. Mit dem tollen Panorama endete unser Besuch an den Niagarafällen bereits.

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Hotelempfehlung

Wir hatten 2 Nächte im Quality Inn Fallsview Fassade an den Niagarafällen gebucht und waren positiv überrascht. Die Zimmer waren sehr modern  & sauber. Die Lage war nahezu perfekt mit Sicht auf die American Falls. Die Niagarafälle waren in wenigen Gehminuten erreichbar. Außerdem brauchte man sich keine Sorgen um Parkplätze machen, da dieser bereits inkludiert war. Das ganze wurde durch das, für amerikanische Verhältnisse, gute Frühstück abgerundet. Zur Ausstattung gehörte auch ein Pool und Spa, welches ich beides getestet habe 😉

Essensmäßig war die kleine unscheinbare Pizzeria Il Sorriso ganz vorne dabei. Italienische Pizza aus dem Steinofen für kleines Geld.

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