Farbspiele an den Niagara Falls

Für den Beginn unseres Road-Trips fehlte uns noch das passende Gefährt. Also auf zum Flughafen und zu einer Art Schnitzeljagd um unseren Autovermieter zu finden. Der Flughafen war schnell erreicht und die Zentrale der Autovermieter auch, aber wo war das Telefon welches wir nutzen sollten um mitzuteilen, dass wir nun gerne unser Auto hätten? Da wir uns für einen Mietwagen Verleih abseits des Flughafens entschieden hatten, sollten wir laut Beschreibung kurz durchklingeln damit wir abgeholt werden. Ein Mitarbeiter war so nett und erklärte uns den Weg zum magischen Telefon, nach einigen Rechts-links Passagen, einer Bahnfahrt und einigen Rolltreppen später erreichten wir tatsächlich das Telefon. Auf diesem gab es viele rote Knöpfe (ähnlich bekannter Auslöseknöpfe) von denen wir den für Greenmotion wählten. Kurze Zeit später wurden wir tatsächlich mit unserem Mietwagen abgeholt und unser Road-Trip konnte beginnen.

Erstes Ziel Niagara Falls. Also Ziel fix in unser Offline Navi-System ala Lumia 950 eingegeben und die wilde Fahrt konnte beginnen. Zielsicher nahmen wir den Highway und erlangten bereits 2h später unser Ziel. Wir staunten nicht schlecht, als wir sahen, dass unser Hotel direkt am Hang mit Blick auf die Niagara Falls lag. Fußläufige Erreichbarkeit garantiert. So brauchten wir auch nur einige Minuten fürs entladen um danach geschwind zu den Wasserfällen zu kommen. Bereits beim Verlassen des Hotels war ein lautes Rauschen zu hören, welches wir noch nicht zuordnen konnten. Aber kaum erreichten wir wieder die Straße wussten wir natürlich genau, wo die Ursache des Rauschens zu suchen ist.

Niagara Fälle

Je näher wir der Schlucht kamen ums so überwältigter waren wir von dem Ausmaß und der Größe des Wasserfalls und der unglaublich riesigen Menge Wassers, welches sich hier seinen Weg durch die Natur bahnt. Die Folge waren zahlreiche Fotos und immer wieder ungläubiges Kopfschütteln. Strahlender Sonnenschein taten ihr Übriges um die volle Pracht des Spektakels zu entfalten. Hin und wieder bildete sich ein Regenbogen der das Farbenspiel perfektionierte.  So gingen wir zunächst zu den Niagara Fällen und anschließend zur Rainbow Bridge, dem Grenzübergang in die USA. Alle paar Meter weiter ergab sich das nächste unvergessliche Panorama. Einfach ein atemberaubendes Erlebnis.

Niagara Falls Agatha Selfie

Dieses unglaubliche Naturschauspiel wird allerdings durch zahllose Touristische Pseudo Attraktionen geschmälert. Die ganze Stadt hat etwas von klein Las Vegas oder Disney Land. Überall Geschäfte für sinnlose Freizeitaktivitäten, vom Flipperautomaten, über Spielhallen bis hin zu Geisterbahnen war alles vertreten und versuchte durch Lautstarke Musik auf sich aufmerksam zu machen. Wer möchte seine Zeit in diesen Einrichtungen verbringen, wenn er nur wenige Meter weiter eines der beeindruckensten Naturschauspiele live erleben kann? 😉 Wir nahmen die Route zurück uns Hotel um die Stadt noch ein wenig zu erkunden. Dort gab es eine kleine Siesta bevor wir erneut zu den Wasserfällen aufbrachen.

Mit Einbruch der Dunkelheit werden die Niagarafälle durch zahllose Xeon Leuchten in ein buntes Farbenmeer getaucht. Dadurch ergeben sich weitere faszinierende Momente, die es galt mit der Kamera festzuhalten. So verbrachten wir hier noch einige Zeit um die besten Aufnahmen zu finden, ehe das Bett eine immer größere Strahlkraft ausübte 🙂

Niagara Falls by Night

Niagara Whirlpools

Bereits am nächsten Tag stand noch ein großes Erkundungsprogramm auf dem Plan. Nach einem ausgiebigen Frühstück gingen wir zunächst zu Fuß in Richtung Niagara Whirlpool. Diese kleine Wanderung kam uns aber immer länger vor, so dass wir uns erst nach der Hälfte entschieden doch den Wagen zu holen. Dies war natürlich meine Aufgabe. Jessy ging weiter Richtung Ziel und ich machte mich auf dem Rückweg. Natürlich versuchte ich es mir mit ein wenig Hilfe einfacher zu machen und versuchte einige Fahrer mit meinem Charme mich mitzunehmen. Und tatsächlich jemand mit seinem großen Dodge Ram ließ mich einsteigen und nahm mich fast bis zum Hotel mit zurück 😉

Jessy erreichte derweil bereits die Niagara Whirlpools. Dort ließ sie sich unter einem Baum nieder. Scheinbar muss sie so einsam und verlassen gewirkt haben, dass ihr ständig die Mitfahrt angeboten wurde. Vom Biker, über den Greyhound Bus bis hin zu zahlreichen Autofahrern war alles vertreten. Glück gehabt, dass sie nirgends schwach wurde. Trampen funktioniert also Problemlos.

Die Whirlpools waren ganz schick um sie mal gesehen zu haben, aber ein langer Aufenthalt war hier nicht unbedingt notwendig, da sind die Fälle deutlich spannender.

Skylon Tower

Niagar Falls Skylon Tower

Also ging es zurück zu den Fällen und rauf auf den Skylon Tower. Für 12$ erhält man einen tollen Überblick in 236m Höhe über die beiden Orten und natürlich über die Wasserfälle. Jessy war allerdings nur bedingt begeistert und brauchte einige Minuten um das ständige Wackeln (welches mir übrigens nicht auffiel) zu verkraften. Danach konnten wir noch einige schicke Fotos knipsen. Kann und sollte man also machen. Bei gutem Wetter gibt es einen grandiosen Blick auf die Niagara Fälle und die Umgebung frei.

Journey behind the Falls

Niagara Falls Journey behind

Von der Höhe ging es hinunter in die Tiefe und damit in das Tunnelsystem unterhalb der Niagara Fälle. Mit 18$ ebenfalls recht erschwinglich ging es mit einem Fahrstuhl (wie auch sonst in Amerika) hinab in die Tiefe. Etwas unbehaglich war es schon sich unterhalb der gigantischen Wassermassen zu bewegen. Aber nirgends sonst kommt man den Fällen so nah, wie durch dieses System. Außerdem darf man sich hier beliebig lang aufhalten. Mit den Booten kommt man nur wenige Minuten an die Fälle heran, danach drehen diese ab um dem bereits in Warteposition befindlichen Boot Platz zu machen.

Langsam zog sich der Himmel zu und wir verbrachten den Abend mit ein wenig Relaxing und einer guten italienischen Pizza. Der Blogeintrag entstand Abends direkt an den beleuchteten Niagarafällen 😉

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