Possum plumpst durchs Fenster

Was für eine Nacht! Wie bereits im ersten Eintrag erwähnt, hatten wir diesmal richtige Luxus-Unterkünfte. Über dem Bett war ein breites, aber recht kurzes Fenster. Direkt darunter eine Lichtleiste an der 2 Lichter befestigt waren. Gegen 02:00 Uhr wurde Jessy von lauten Kratzgeräuschen geweckt. Ich würde kurz danach ebenfalls wach. Über uns in ca. 30cm Höhe hing ein Possum! Es klammerte sich mit den Vorderpfoten am Fensterrahmen fest und versuchte mit den Hinterpfoten halt an der glatten Wand zu bekommen. Wir beide schreckten hoch und setzten uns erstmal hin und überlegten, was wir nun machen sollten. Immerhin hing gerade ein Possum über unserem Bett!!!

Noch im Halbschlaf am überlegen, was wir machen könnten, passierte es. Die Kratzgeräusche verschwanden und eine Sekunde später machte es „Plopp“. Wir merkten wie zwischen uns die Matratze einsank. Wir wurden Mucksmäuschen Still und warteten auf das, was nun folgen würde. Wir sahen absolut nichts. Plötzlich merkten wir, wie das Possum zwischen uns entlang Richtung Bettende lief. Dabei lief es direkt über mein Knie. Jessy fragte „Licht, wo ist das Licht“. Ich suchte nach dem Lichtschalter und endlich sahen wir das Zimmer. Wir sahen noch, wie das Possum Richtung Tür lief und dabei halb über Jessy Koffer fiel. Da die Tür verschlossen war, versteckte es sich wieder unter dem Bett. Ich hatte gerade die Kamera griffbereit, da hatte Jessy schon die Tür geöffnet und das Possum lief Richtung Freiheit. Zum ersten Mal sahen wir es bei besserem Licht, fast schwarz und total Plüschig verschwand es mit seinen grünen Augen in der Dunkelheit. Selbst noch erschrocken leif es auf unsere Terrasse noch gegen den Zaun.

So schnell waren wir selten wach und nach diesem Erlebnis folgte bei Jessy erstmal ein Lachflash. Unglaublich, wir hatten gerade in unserem Bett ein Possum, welches vom Fenster gefallen war. Einfach nur unfassbar…

Am Morgen dachten Thomas und Nadine wohl, dass ich eindeutig zu viel von meinem Bundaberg hatte, da ich es nachts direkt in der Gruppe postete und es keiner glauben wollte. Wir hätten es beide auch nicht geglaubt, wenn wir nicht beide das gleiche erlebt hätten.

Nach dieser erlebnisreichen Nacht ging es auf zum Queen Charlotte Drive. Das Wetter wollte heute aber nicht so richtig sonnig bleiben und es blieb stark bewölkt. Wir fuhren mit zahlreichen Pausen an den Lookouts zunächst bis Havelock. Auf dem Weg gab es neben den vielen tollen Aussichtspunkten, auch einige Caches zu heben, die wir natürlich gleich mit einsammelten. In Havelock gab`s eine Kaffeepause und einen kleinen Stadtrundgang. DA der Highway 6 mitten durch den Ort führt, ist es mehr eine größere Raststätte mit netten Cafés.

Der Rückweg führte über die KEnepuru Road noch tiefer in die Marlborough Sounds hinein. Wir konnten auf die Mahau Sounds blicken und fuhren bis zur Bucht von Te Mahia. Über die Onahau Road ging es bis zur Onahau Bucht von der aus wir noch weitere, tolle Bilder machen konnten. Einfach nur wunderschön. Wenn die Sonne noch ein wenig mehr durch die Wolkendecke geblinzelt hätte, wäre es sicherlich noch viel eindrucksvoller gewesen, als es auf den Fotos ausschaut.

Die Rückfahrt war dann eine sehr kurvenreiche Angelegenheit und ein stabiler Magen war zu empfehlen um die Fahrt bis nach Pciton zurück heil zu überstehen.

Wir ließen diesen letzten Tag in Picton zunächst im Hot Tube entspannt ausklingen. Später ging es noch zum Irish Pub für die beste Pizza der Stadt. In der Tat, sehr lecker und empfehlenswert. Die Portionen waren größer, als wir auf den ersten Blick vermuteten.

Den nächtlichen Possum-Besuch konnten wir allerdings noch nicht vergessen und so mussten wir den Tag über immer mal wieder los lachen 🙂

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