Vom Alpenpanorama in die Adrenalinstadt

Der Aufenthalt am Milford Sound war schneller vorbei als gedacht… So packten wir nachdem Frühstück unsere 7 Sachen und fuhren mit dem Auto zum Key Summit Track, den wir am Vortag nicht geschafft haben. Während der Fahrt passierten wir erneut den Hormer Tunnel aus dem Reiseführer erfuhren wir, dass im Tunnel in der Zeit zwischen 18:00 – 09:00 Uhr mit Gegenverkehr zu rechnen ist und dafür 2 Notehaltebuchten eingerichtet wurden… Unglaublich. Zum Glück hatten wir es bereits nach Neun 😉

Der Key Summit ist eine 3-stündige Wanderung, die zu Beginn entlang des Routeburn Tracks führt und ab einer Abzweigung als eigenständiger Track zum Gipfel führt. Beginn ist der Parkplatz zu The Divide. Dabei ist der Weg vom Parkplatz bis zum Lookout sehr gut zu gehen und die 400 Höhenmeter verteilen sich gleichmäßig auf den Weg. Also auch für uns absolut geeignet 🙂

Zunächst geht es entlang des Weges durch Regenwald bei dem im Hintergrund immer wieder die Berggipfel des Fjordlandes zu sehen ist. Nach der Abzweigung verlässt der Pfad den Regenwald und ab hier lässt sich das Alpine Panorama in seiner vollen Pracht erleben. Natürlich machten wir wieder einige, zahlreiche Panoramafotos. Zudem konnten wir hier oben noch einen Cache heben, ehe es wieder abwärts ins Tal ging. Sollte der Weg zu Milford Sound führen, gehört der Track zum Pflichtprogramm. Ein fantastischer Ausblick, garniert mit nahezu absoluter Ruhe und viel Frischer Luft.

Da wir zum Tagesziel Queenstown noch ein wenig Fahrt vor uns hatten ging es direkt weiter. Dies hielt uns aber nicht davon ab, zunächst am Mirror Lake erneut nach den Spiegeleigenschaften zu schauen, die aufgrund des Winds nur eingeschränkt gegeben waren.

In Te Anau legten wir eine Kaffeepause ein und landeten mitten in einer Christmas Party. Dazu fand zunächst ein kleiner Autokorso statt, der durch das Stadtzentrum führte. Von den einzelnen Fahrzeugen wurde Kamelle geworfen. Erinnerte also schon eher an einen Karnevalsumzug. Auf der Festwiese gab`s eine Kapelle die für die passende Musik sorgte. Außerdem die Feuerwehr die für ein wenig Action zuständig war und einige Spaßbuden für die Kids. Zum einen fiel eine Hüpfburg auf, auf der sich die Kids, eingehüllt in Kopfschutz und Boxerhandschuhe, vermöbeln dürften. Sehr Lustig mit an zu schauen, Thomas und ich waren wohl leider zu alt dafür.

Nach guten zwei Fahrtstunden erreichten wir von Te Anau über die Highway 6 und die SH94 Queenstown und hier, mit ein paar Kommunikationsproblemen zwischen mir und dem Navigator Thomas die Haka Lodge.

Nachdem wir unser 4-Zimmer bezogen hatten wurde es direkt Zeit für eine City-Tour. Queenstown ist schließlich als Stadt für Adrenalin-Junkies in Neuseeland und darüber hinaus bekannt. Hier gibt es alle Arten von Adrenalin-Aktionen. Von Bungee-Jumping, über Canyon-Swing, bis hin zu Fallschirmspringen und Paragliden.

Der Stadtkern selbst ist überschaubar und vom Beginn bis zum Ende ca. 500m lang und erstreckt sich über drei Seitenstraßen. Hier gibt es alle erdenklichen Arten an Cafés, Bars, Restaurants, Souvenirs usw. Mit der Seepromenade am Ende ein Nettes Städtchen in dem ein paar Tage durchaus angenehm sind.

Für das Abendmahl vertraute ich erneut auf Trip Advisor und hier stand auf Platz 2 die Caribe Latin Kitchen, die direkt zu Beginn der Einkaufsstraße an der linken Seite liegt. Die Küche ist durchaus Mexikanisch ausgerichtet und mit 10-13$ sehr preiswert. Die Burritos die wir alle bestellten, waren Riesengroß und halbiert. Eine Hälft reichte Dicke aus. Nadine und ich hatten Spicy bestellt und wir können sagen, ja es war sehr scharf 🙂

Anschließend verbrachten wir noch ein wenig Zeit am Strand ehe wir wieder ins Hostel gingen. Auf dem Weg stoppte Jessy noch an einem Tourbuchungs-Shop um sich über andere Möglichkeiten für unser geplantes Tandem-Paragliding zu informieren. Eine gute Idee!

Blick von Queenstown auf den Wakatipu See
Blick von Queenstown auf den Wakatipu See

Wir buchten hier zunächst unserem Tandem-Paragliding Sprung vom höchsten Punkt aus in Queenstown.

Zudem erfuhren wir auch, dass Wanderungen in den Fox- oder Franz-Josef-Gletscher ohne Helianflug nicht mehr möglich sind, da sich das Eis mittlerweile sehr weit zurückgezogen hatte. Für die Tour am Mittwoch im Franz-Josef-Gletscher waren nur noch 4 Plätze frei, so dass wir diese sofort buchten.

Und so schnell fanden wir uns auch schon in den Trubel einer Touristenstadt wieder und hatten die unvergesslichen Milford Sounds hinter uns gelassen.

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