Eine Weltreise zum Crater Lake

Posted from CRATER LAKE, Oregon, United States.

Nachdem Jessy den Sonnenschein entdeckt hat, war die Nacht wieder früher vorbei, als eigentlich geplant, aber so ist das eben im Urlaub 🙂 Das angepriesene Intercontinental Frühstück erwies sich erneut als unbrauchbar. Außer einem O-Saft aus der Dose und einem Mini-Pfannkuchen aus der konservierten Tüte, war hier nicht viel zu holen. So machten wir uns direkt auf dem Weg zu weit entfernten Crater Lake (173 Meilen / 278km). Vorher hielten wir an einem Coffee House, doch leider gab es dies mal auch hier nur einen Sirup mit Kaffee. So begann unsere Fahrt mit tollen Landschaftlichen Ausblicken, bei schönstem Sonnenschein und warmen Temperaturen, aber ohne vernünftigen Kaffee. Nach ca. 2 Stunden erreichten wir die Interstate 5 und und befuhren diese nur bis zur nächsten Abfahrt. Hier sollten wir eigentlich auf die County Roud 200, doch das Schild war nicht zu lesen, so dass wir erst mal ein paar Meilen vorbei gefahren sind, bis zu einem Mega Riesigen Elektronikmarkt. Doch leider durfte man hier nur mit Clubausweis rein, so war nichts mit dem ersten Elektronikschnäppchen.

Nachdem wir unsere Route wieder  gefunden hatten, entschieden wir uns dafür noch einmal Voll zu tanken. Gut, dass es hier keinen Hinweis gab, dass dies die letzte Tankstelle für die nächsten 200 Meilen war…

So fuhren wir entlang der Oregon Road 138 Ost und kamen auch hier zunächst nur im Schneckentempo voran, aufgrund von zahlreichen Wasserfällen und kleineren Trails, die wir natürlich nutzten um die Gegend zu erkunden. Beim zweiten Wasserfall machten wir allerdings Bekanntschaft mit den Mücken hier. Diese sind mal locker dreimal so Groß wie bei uns und leider mindestenst doppel so gefrässig. Aufgrund des verschneiten, aber nicht wirklich kalten Winters gab es hier endlos viele Mücken. Und diese stürzten sich sofort auf uns, nachdem wir nur das Auto verlassen haben.

Fall Creek Falls near by Crater Lake
Fall Creek Falls near by Crater Lake

Ursprünglich war ein Stopp vor dem Crater Lake geplant, doch eine Unterkunft beim Diamond Lake war nicht mehr  zu bekommen. So kamen wir gegen 15 Uhr am Crater Lake an, ein wenig spät. Dafür wurden wir aber erneut mit einem tollem Ausblick in die weiten der Rocky Mountains und des Sees belohnt.

Der Crater Lake ist vor 7700 Jahren bei einem Vulkanausbruch entstanden. Es war der heftigste Ausbruch der letzten 640.000 Jahre. Bei diesem Ausbruch ist der komplette obere Teil weggesprengt worden und ein weiterer Teil eingefallen. So fühlte sich die entstandene Caldera im Laufe der Zeit mit Wasser aus Regen und Schnee. Heute hat der See eine Tiefe von 591m und einen Durchmesser von 7-10km und war das letzte Mal vor 60 Jahren zugefroren.

Lookout Crater Lake with Diamond Wizard
Lookout Crater Lake with Diamond Wizard

Die Bundesstraße führt hier auf ca. 2000m Höhe genau auf dem Rand der Caldera um den See herum. Dadurch ergeben sich wirklich tolle Ausblicke und beängstigende Schluchten, die teilweise nur ein paar Zentimeter neben dem Autoreifen hinab in den See führen. Durch den schneereichen Winter war leider der Cloudcap Lookout nicht befahrbar. Wir bogen zwar ab, blieben aber ein paar Meter weiter vor einer 4m hohen Schneedecke stehen. So führte unsere Route langsam herum um den See bis zu einem weiteren Wasserfall. Während ich ein paar Fotos machte und den Autoschlüssel bei mir hatte, kämpfte Jessy, ein paar Meter weiter, mit den Mücken und verlor den Kampf.

Mittlerweile hatten wir es 17:30 Uhr aber noch keine Unterkunft in Sicht. Also fuhren wir langsam weiter Richtung Grants Pass. Trotz dieser kleinen Sorge, hielten wir bei einem weiteren Wasserfall an um eine kleine Runde zu drehen. Im kleinen Ort Prospect (66km vom Crater Lake entfernt) gibt es nur ein Hotel, dort angelangt sehen wir allerdings schon, dass dieses ebenfalls ausgebucht ist. Also noch weiter. Gegen 19 Uhr erreichten wir Shady Cove, ca. 40km weiter. Diese Stadt sah wieder aus, wie eine. Wir fuhren bis zur Brücke über den Rogue River und direkt davor, lag auf der rechten Seite das Edgewater Inn. Hier bekamen wir nun auch ein kleines Schlafplätzchen in einer schönen Oase mit Pool und Spa, direkt am Rogue River gelegen. Als wir unser Zimmer bezogen, sahen wir direkt aus dem Fenster auf der anderen Flussseite einen Mexikaner, der unser Abendliches Ziel darstellen sollte. Wir machten uns direkt auf dem Weg und wurden hier richtig Verwöhnt. Mexikanisch wie es sein soll, total Lecker, günstig und mit reichlich Beilagen. Es gab zunächst mal Tortillias mit zwei leckeren Saucen und nach dem Hauptgang noch ein Dessert, wirklich einmalig. So haben wir uns den Abend erhofft und wurden für die Strapazen des Tages gut entschädigt. Nachdem Essen könnten wir uns noch eine Auszeit in der, mit 40°C sehr warmen, Spa.

Lustiges Strefienhörnchen am Crater Lake

 

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