Der letzte Tag im Paradies – Rafting Tour

Posted from Tully, Queensland, Australia.

Da ist er angebrochen, der letzte volle Tag in Cairns. Nur wir sind davon noch nicht wirklich ueberzeugt. Warum wir uns das allerdings antun und schon um 05:45 Uhr das Bett verlassen und aufstehen, bleibt uns ein Raetsel.

Wie dem auch sei, wir haben es aus dem Bett geschafft, wobei Jessy bei mir natuerlich Schwerstarbeit leisten musste. So schlichen wir erstmal zum Fruehstueck. Wir hatten gerade die erste Tasse Kaffee alle und ein Toast eingeworfen, da war es schon halb sieben und unser Fruehstueck beendet.

Auf gings zur Rezeption und kaum dort angelangt hielt auch schon der Bus, der uns abholen wollte. Es ging zunaechst nach Cairns zu einem Hostel wo wir umstiegen und die Fahrt zurueck in Richtung Mission Beach starteten. Jessy konnte ziemlich gut schlafen, aber ich habe es auf der ganzen Fahrt nicht geschafft die Augen zu schliessen.

Nach 90 Minuten Fahrzeit kamen wir in Tully an und es gab erstmal ne kleine Erfrischung bevor es weiter in die Berge ging. Kurze Zeit spaeter sassen wir wieder im Bus und setzten unsere Fahrt in die Berge fort. Wie ihr euch vorstellen koennt, wurde die Frage wieder schoen eng und war passend fuer einen Bus ausgelegt, gut dass wir keinen Gegenverkehr hatten.

Am Startpunkt angelangt, ging es gleich aufs Wasser und es gab erstmal eine Einweisung von unserem Scout. Keine paar Sekunden spaeter ging es auch schon los mit den ersten Stromschnellen und Wasserhindernissen. Dabei bekamen wir nach den ersten Hindernissen noch ein paar Tips, bevor ein Hindernis das naechste jagte.

Natuerlich gab es auch einige Abschnitte in denen uns der Fluss so dahin treiben liess und wir uns die geniale Landschaft anschauen konnte. Hin und wieder schmiss uns unser Scout auch aus dem Boot und wir konnten so in dem herrlich, erfrischenden Fluss treiben lassen.

Es waren einige Interessante Flussabschnitte dabei, an denen man mit den Steuerkommandos des Scouts kaum hinter her kam. Vorwaerts, Rueckwaerts, nach links lehnen, nach rechts lehnen und das alles auf einmal hinter einander. Leider muss ich gestehen, dass ich am Anfang kurzzeitig mit der Konzentration nicht ganz bei der Sache war und das hat sich auch gleich richtig geraecht. Einen Moment nicht aufgepasst und schon flog mir die Spitze des Paddels ins Gesicht und ich hatte danach ordentliche Zahnschmerzen und nun auch ein paar Zahnprobleme. Als das passierte waren wir gerade zwei Stunden auf dem Fluss, aber danach war ich Konzentriert ohne Ende 🙂

Einige Minuten spaeter gabs erstmal Mittag und da gabs ein leckeres BBQ mit einem Buerger dem man sich selbst zusammen stellen konnte. Bei soviel Auswahl hat es aber nur fuer einen gereicht, der dafuer aber so dick wie zwei Whopper waren und somit kaum in den Mund passte…

Am Ende der Mittagspause ging die Fahrt weiter und es folgten noch so einige schoene Abschnitte, die sehr spannend waren. Der Scout tauschte die Personen im Boot immer durch, so dass die, die bisher hinten waren, auch mal nach vorne kamen. Und so auf dem letzten Drittel waren Jessy und ich vorn. So steuerte uns der Scout hin und wieder einfach auf einen Stein zu und liess und dort auch maechtig aufprallen. Gerade wenn man denkt, er weicht noch aus und tut dies dann doch nicht, ist schon sehr spannend.

Kurz vor Ende der Tour gab es noch mal einen sehr langen Abschnitt, bei dem man wirklich noch mal richtig aufpassen musste. Die Betonung lag auf musste, wobei dabei meine Konzentration doch wieder nachliess und ich so einige Kommandos des Scouts gar nicht mehr vernommen habe, so sagte er sich nach links lehnen und ins Boot setzen und ich hoerte das gar nicht und paddelte gemuetlich weiter.

Selbst Jessy war irgendwann von meiner Ruhe beeindruckt, dabei bekam ich da vorn, beeindruckt von dem vielen Wasser, gar nichts von seinen Kommandos mit 🙂

Nach diesem letzten starken Stueck, waren wir auch schon am Ziel, dabei befanden wir uns schon knapp 5 Stunden auf dem Wasser und haben das ueberhaupt nicht mitbekommen. So fuehrte uns unsere Rueckfahrt erst wieder zu dem Treffpunkt, an dem wir heute morgen schon eine kleine Erfrischung zu uns genommen hatten. Dort schauten wir uns erstmal die von uns gemachten Fotos und Videos an und mussten natuerlich auch die Video DVD mitnehmen.

Danach ging es wieder zurueck nach Cairns. Dort angelangt stiegen wir gleich in der City aus und gingen erstmal noch ein wenig in die Lagune, ehe wir uns auf die Essenssuche machten.

Wir hatten uns dazu entschlossen, an dem letzten Abend schoenen Fisch vom Great Barrier Reef zu essen. So schlenderten wir die Strandpromenade entlang auf der Suche nach einem kleinen Restaurant. Es gab aber so einige die regelrecht um einen warben und Angebote hatten, wie 20% Preisnachlass und aehnliches.

Zunaechst waren wir an einem Restaurant angelangt, an dem sich die Karte sehr gut lesen lies, allerdings stand vor der Karte auf einem Hocker ein kleiner Behaelter gefuellt mit ein wenig Wasser und dadrin lag eine grosse Krabbe, deren Scheren zusammengebunden waren. Die Augen schauten uns immer wieder an und Jessy konnte hier nicht essen, da sie doch nichts essen kann, was sie vorher angesehen hat.

Also entschieden wir uns fuer das nächste Restaurant. Zunaechst wollten wir beide Baramundi nehmen, eine Spezialitaet. Doch Jessy entschied sich noch um und nahm eine andere Fischsorte vom Reef, wobei wir nicht wussten, was das war. Da kam das Essen und ich bekam ein total zartes, leckeres Fischfilet, welches super schmeckte und es war auch reichlich. Jessicas Fisch war allerdings nicht ganz zu definieren. Es sah ein wenig aus, wie eine Krabbe 🙂

Es war irgendein Schalentier, aus dem man den Fisch rausnehmen konnte. Dabei war es super lecker, mit Chilli versetzt. Schade, dass wir so selten Fisch ausprobiert haben, dabei war dieser wirklich gut.

Nach diesem leckeren Essen begaben wir uns wieder zur Bushaltestelle, wo der Bus wirklich puenktlich kam. So endete der letzte Tag im Paradies total Erlebnisreich und wurde mit einem klasse Essen gut abgeschlossen.

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