Kurranda Scenic Rail, Wildlife Park und Skyrail

Die letzten Tage in unserem URlaub und wir werden zu Richtigen frueh Aufstehern. Bereits um 6:25 Uhr klingelte der Wecker und ich rasierte mich mit geshlossenen Augen, waehrend mein Geist noch im Bett schlief 🙂 Jessy war natuerlich mal wieder putzmunter. Da merkt man eben, wer von uns beiden der Langschlaefer ist.
Kurze Fruehstueckspause eingelegt und wir sahen schon den sehr grossen Reisebus vor unserer Rezeption halten. Es stieg ein Australier im Englischen Unformdress aus, dass heisst kurze hose, Halbschuhe und Kniestruempfe, sehr passend zu diesen Temperaturen. Aber er war sehr nett und wir stiegen ein.
So sammelten wir noch einige Personen auf unsere Fahrt zur Scenic Railway.auf und befanden uns kurze Zeit spaeter an einen kleinen Bahnhof in einem Vorort von Cairns wieder, der schon sehr alt war.
So hatten wir mit ein paar weiteren Tourbuchern einen Waggon fuer uns allein und konnten uns die besten Plaetze am Fenster sichern. Die Fahrt fuehrte durch die wunderschoene Landschaft von Cairns hinauf nach Kurranda, ueber 63 Bruecke und 15 Tunneln aus dem Jahre 1928. Waehrend der Fahrt hielten wir an den Barron Falls, die wieder mal sehr beeindruckend aussahen und aus einer hoehe von 60 Metern nach unten fielen.
Die Aussicht auf der Fahrt war wirklich klasse und allein deswegen hatte sich das fruehe Aufstehen schon fast gelohnt.
Nach unserer Fahrt kamen wir in Kurranda an, einem kleinen 900 Einwohnerdorf mitten im Regenwald und Nationalpark von Queensland bei Cairns. Das ganze Dorf hatte sich, wie unschwer zu erkennen war, auf Touristen spezialisiert. So gab es einen taeglichen Markt und auch alle weiteren Geschaefte hattten eigentlich nur Souvenirs im Angebot. Natuerlich liessen wir uns ein weiteres Mal davon verfuehren und kauften noch die letzten Souvenire ein. Mal sehen, was dass Gewicht unserer Gepaecks sagen wird.
Einige Zeit spaeter wurden wir vom Bus wieder eingesammelt und zu unserem Mittag gebracht, welches an dem Wildlife Park stattfand. Ein sehr reichhaltiges Buffett erwartete uns und wir hauten auch Richtig rein und kosteten die grosse Auswahl voll aus.
Nachdem Mittag wollten wir zu unserem naechsten Treffpunkt und freuten uns schon auf die Fahrt mit dem Amphibien- Fahrzeug, aber vorher gab es die Moeglichkeit ein Koala- Knuddel- Foto schiessen zu lassen und natuerlich blieb Jessy erstmal stehen. So schaute sie um die Ecke und sah dieses suesse, knuddelige, Koala mit seinen aufgerissenen Knuddelaugen, wie es sie ansah. Es ging natuerlich kein Weg an ein Koala- Knuddelfoto vorbei und so ging sie gleich durch das Rondell zu dem Koala. Nachdem das Foto von ihr geschossen wuerde, wollte es sie auch nicht wiederhergeben, der Waerter hatte kein Leichtes Spiel um den Koala wieder von Jessy`s Arm zu kriegen.
Nach diesem Erlebniss, warteten wir am Treffpunkt um die Fahrt mit dem Amphibien- Fahrzeug zu beginnen. Beim Warten kam noch ein anderer Scout vorbei und sagte uns, dass es noch 5 Minuten dauern wuerde bis Mr. T kommt und er erwaehnte noch, dass wir sehen werden, was er meint.
Kurze Zeit spaeter kam auch Mr. T, aber wir konnten noch nichts feststellen. Die Fahrt begann mit dem Umgetuem und Mr. T war schon ziemlich durchgeknallt, erzahelte uns aber ueber die Pflanzen des Regenwaldes und gab uns auch ein paar Beispiele. Es gab zum Beispiel zwei kleine Baeume die total unscheinbar aussahen, wenn man aber mit diesen in Beruehrung kommt, hat man heftige Schmerzen und diese koennen an der beruehrten Stelle bis zu 6 Monate anhalten. Es sind ziemlich giftige Pflanzen gewesen. Eine andere Pflanze war eine Art Klebriger Busch. Er konnte sich mit seinem ganzen Gewicht an die Blaetter haengen und die Pflanze brach nicht ab oder zusammen. Echt heftig. Waehrend der Fahrt hielt er immer wieder an um uns ungewoehnliche Pflanzen zu zeigen, wir kamen kaum vorwaerts und es war sehr Interesannt. Ein wenig spaeter fuehren wir auf einmal in einen kleinen See und sahen einige Flussdrachen und Schildkroeten und er zeigte uns noch weitere aussergewoehnliche Pflanzen. Waehrend wir uns so umschauten, kam auch ein Japanischer Express an uns vorbei gerauscht. Es war ein weiteres Amphibien- Fahrzeug mit lauter Japanern an Bord und einem Uebersetzer der nur am Reden war. Sie duesten einmal an uns vorbei fuehren wieder auf den Weg und waren Ruckzug weg.
Nach unserer Tour wurden wir zur Tanzschow der Aborigines gebracht und uns wuerden einige Taenze gezeigt. Dazu gab es einen Flyer auf dem die einzelnen Taenze erklaert waren und bei einem stand noch drunter: „Bei diesem Tanz wartet eine Ueberraschung auf Sie“. Nachdem ich das gelesen habe, rechnete ich schon mit dem schlimmsten und ich sollte auch noch Recht behalten.
Kurz vor dem Tanz suchten die Aborigines drei Freiwillige und natuerlich meldete sich keiner, so dass sie welche aussuchten. Darunter waren ein kleines und ein junges Maedel und ich blickte einfach ins Publikum und versuchte nicht auf die Buehen zu achten. Ungluecklicherweise mussten wir uns ja auch vorm Beginn der Show nicht mitten ins Publikum setzen, sondern daneben in den ausseren Block um eine bessere Sicht zu haben. Das raechte sich jetzt, ein Aborigines stand vor mir und zeigte auf mich und meinte ich solle zur Buehne kommen. Na ganz klasse, dachte ich mir, dabei sind doch Jessy`s Tanzkueste richtig gut und mit meinem Taktfuehl konnte ich bisher nichtmal richtig marschieren, wie soll ich nun einen Aborigines- Tanz auf die Reihe kriegen…
Naja, was solls dachte ich mir, hatte ja eh keine andere Wahl und ging auf die Buehne. Und da begann meine kurze Tortur. Wir sollten die Bewegungen eines Aborigines nachmachen. Zunaechst das junge Maedel, was halbwegs klappte, danach dass kleine, was natuerlich wieder allen zeigte, wo der Hammer haengt. Und ihr koennt euch sicherlich denken, dass ich danach dran war und alle im Publikum, inklusive Jessica, am Lachen waren. Ist doch immer wieder schoen, wenn ich zur Aufheiterung beitragen kann. Selbst die Aborigines waren am Lachen, dabei waren die Schritte nicht einfach und ich gab mir allergroesste Muehe 🙂
Am Ende dieser Show kamen wir zum Teil, auf dem wir ueben konnten mit einem Didgeridoo zu spielen. Das war ein Spass nur diesmal machte ich mich nicht nochmal laecherlich. Es waren auch nur wenig die es ausprobierten, ist schon krass. Um damit spielen zu koennen muss man einatmen, waehrend man ausatmet. Wie soll man das den hinkriegen, ist schon echt beeindruckend, wie die das so auf die Reihe bekommen.
Der weitere Weg fuehrte uns zu den Speeren und damit konnen die gut umgehen. Er war auf ein Ziel und verfehlte es eher selten. Zum werfen hatten sie noch ein kleines Holzstueck auf dem sie den Speer klemmten und das hatte es in sich. Mit dem Holzstueck waren sie den Speer gut doppelt soweit und das ohne groessen Kraftaufwand.
Da waren wir an der Boomerang- Station. Hier zeigte er uns zunaechst die Wurftechnik und danach durfte jeder einmal Werfen. Um das aber wirklich hinzubekommen sind schon mehr als ein Wurf notwendig, gut das Jessy und ich einen ganzen Satz Boomerange mit nach Hause gebracht haben. Somit sollten wir genug Gelegenheit haben die richtige Wurftechnik zu erlernen. Nach dieser Vorstellung stand auch schon der naechste Punkt auf dem straffen Plan, eine Fuehrung durch den eigenen Tierpark. Dabei waren wieder ein paar Krokodile und nette Hinweisschilder, was man auch keinen Fall machen sollte. So erzaehlte uns der Tourfuehrer wieder alles Infos zu den Tieren und ich schaute gerade ins Gehege der Barramundis, eine Fischart die in Australien als Spezialitaet gilt. Jessy war schon weiter und wieder bei Koalagehege, ich schaute kurz zu ihr rueber und sah wie sieh am Winken war, dass ich sofort dahin kommen soll. Nachdem ich da angelangt war, sah ich auch gleich was sie meinte. Ein Koala hatte in seinem Beutel Nachwuchs und die beiden waren gerade Wach und dabei was zu mampfen. Echt ein tolles Bild das kleine da zu sehen. Es waren sogar alles Koalas im Gehege wach und das ist bei 22 Stunden Schlaf am Tag schon ein echtes Wunder. Das kleine sah echt zum knuddeln aus und Jessy haette am Liebsten wieder ein Bild mit beiden in Arm gemacht.
Nach diesen schoenen Einblick sah Jessy noch einen Wombart und ich ging zu den Kaenguruhs, wir hatten Futter dabei. Es kamen natuerlich auch so einige Kaenguruhs um sich ein wenig was zu Futtern abzuholen und mitten dazwischen lag Kaenguruh- Jack, ein echt total grosses Kaenguruh und Jessy meinte gleich, ich solle ihm was zu futtern geben, bevor er boese wird. Das Kaenguruh war echt gross und ich bekam mein Kumpelhaftes Bild mit Kaenguruh- Jack 🙂
Leider war die Fuehrung viel zu schnell vorbei und wir mussten zum Bus, dabei haette ich noch ein paar Stunden bei den Kaenguruhs verbringen koennen. Der Bus fuhr uns zur naechsten und letzten Station auf unserer Tour, zu der Skyrail- Bahn. Die Bahn startet in Kuranda und ist eine Seilbahn bei der man in einer Gondel ueber den Regenwald entlang faehrt bis nach Cairns und darauf hatten wir uns schon richtig gefreut. Also gleich rein in die Gondel und der Regen begann auch ein wenig, aber dass passt ja ganz gut, wenn man ueber den Regenwald gleitet. Wir hatten echt eine ungewoehnliche Sicht auf den Wald unter uns. Von hier oben hoerte man Geraeusche, die ich zuvor noch nicht gehoert habe. Man sah nur gruen, der Boden selbst war garnicht zu sehen. Die Gondel hatte auch die doofe Angewohnheit ein wenig zu Wanken und das bei Wind ein wenig mehr, womit Jessica garnicht so zu recht kam und jeden Moment dachte, wir wuerden Abstuerzen. Um das Wanken auf ein Minimum zu reduzieren wurde mir Bewegen und umsetzen in der Gondel auf der gesamten Fahrt von ihr verboten.
Es gab auf dem Weg zwei Zwischenstationen in denen man die Gondel wechseln musste. Bei der ersten konnte man nochmal zu einem Lookout gehen und eine herrliche Aussicht auf die Barron- Falls sehen und beim zweiten gab es noch einen kleinen Rundgang durch den Regenwald. Die Fahrt war, wie ueblich, viel zu schnell beendet und wir fanden uns schon wieder am Ziel unten wieder. Unser Bus brachte uns wieder zurueck in unser Ressort. Naja, wir hatten ja noch einen dritten Tag vor uns und fuer deisen nichts geplant, aber bei Regen kann man ja nicht Faulenzen. Also waren wir kaum aus dem Bus gestiegen und gingen schon wieder ins Tourbuero und buchten fuer den naechsten Tag noch eine Rafting Tour auf dem Tully- River. Nunja, erst nachdem wir gebucht hatten, zeigte sie uns, dass uns der Bus bereits um 06:35 am Eingang abholen wuerde. Was fuer eine unchristliche Zeit, was denken die eigentlich, bin doch hier um Urlaub zu machen und nicht um frueh aufzustehen.
Um uns von diesem Schock zu erholen wollten wir zunaechst einen Cocktail in der Poolbar geniessen, aber die war geschlossen. Ueberhaupt war alles so wie immer und man hatte den Eindruck im Ressort ist keine Menschenseele. Alle drei Pools waren leer und wir konnten einige Bahnen ziehen und waren voellig ungestoert.
Nach diesem Reinfall und keinen Cocktail fiel mir ein, dass ich auf dem Rueckweg noch ein Schild zu einem Mc Donalds gesehen hatte, so machten wir uns am Abend auf den WEg dorthin in der Hoffnung dort auch einen Mc Cafè zu finden. Dort angelangt wurden wir aber enttauescht und es blieb bei einem Buerger und keinen Cafè.
Erfolglos gingen wir wieder zurueck ins Ressort und laueteten die Nachtruhe ein.

Dran bleiben, es fehlen noch einige Eintraege.

Ein Gedanke zu “Kurranda Scenic Rail, Wildlife Park und Skyrail

  1. Wie immer alles sehr interessant zu lesen. Aber warum der Name Jack??? Und ich hätte den Koala auch nicht wieder losgelassen, hätte vesucht den mitzunehmen 🙂 Freu mich schon audf die weiteren einträge!!!!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.