Die Letzte Etappe – Cairns

So wachten wir am naechsten morgen wieder in diesem tollem Hostel auf. Gut geschlafen hatten wir auf den, zur Abwechslung, guten Betten. Ein kurzes Fruehstueck war angesagt und, nachdem wir noch einige Lebensmittel, die wir nicht mehr gebrauchen konnten, dem Hostel ueberlassen hatten, ging unsere Tour auch wieder los.
Zunaechst warfen wir noch einen kurzen Blick auf den Strand von Mission Beach. Am Vorabend hatten wir noch gehoert, dass es hier auch vereinzelt Wildlebende Krokodile geben soll und man deshalb ein wenig auf sich acht geben soll. Natuerlich war ich wieder von der Neugier getrieben und musste deswegen an diesen Strand, wobei Jessy am liebsten direkt weitergefahren waere. Doch die Krokodile blieben aus, dafuer belohnte uns der fruehe morgen mit einem traumhaften Gruss der Sonne und einen ellenweiten, langen Strand, auf dem keine Menschenseele zu sehen war. Von hier aus konnten wir sogar noch ein wenig von den Whitesundays sehen. Wir verweilten noch einige Minuten und genossen diese herrliche Aussicht.
Ein paar Minuten spaeter waren wir auf dem Weg durch eine kurvenreiche Strasse zu einem Walk, der eine Stunde durch den Regenwald fuehren sollte und mit viel Glueck koennte man einen Cassowarie sehen. Dies liessen wir uns nicht entgehen und legten hier schon wieder den ersten Stop auf unserer Reise ein. Leider hab ich die Getraenke im Hostel stehen gelassen. Somit liess ich Jessy die Zeit zum Lesen, waehrend ich nochmal kurz zum Hostel eilte und unsere Getraenke holte, schliesslich konnte ich mein Bundaberg keinem anderen ueberlassen.
Nach meiner Rueckkehr walkten wir dann durch den Regenwald und sahen wieder kleine, glasklare Baeche, gefuellt mit vielen Fischen. Viele Muecken waren auch unterwegs, aber wir hatten diesmal vorgesorgt und uns mit Mueckenspray „Tropical Strength“ eingesprueht. Waehrend des Weges hoerten wir einige merkwuerdige Tiere, dessen Geraeusche wir zuvor noch nirgends gehoert hatten. Der Anblick eines Cassiowarries wurde uns allerdings nicht gewaehrt.
60_milaa_falls.jpg Unsere Fahrt fuehrte weiter, der Weg sollte aber nicht direkt nach Cairns gehen, wir fuehren einen Umweg um an den bekannten Milaa Milaa Falls vorbeizukommen. Auf dem Weg dorthin kamen wir schon an so einigen Wasserfaellen vorbei, doch diesmal verliessen wir den Weg nicht gleich. Zunaechst machten wir Halt an einem Lookout. Doch dieser war vom Carparkplatz noch 6km Entfernt, leider zuweit fuer unseren Zeitplan. Auf dem Parkplatz war mal wieder ein Polizeiwagen zu sehen. Nachdem wir wieder in unserem Auto verschwanden und los fahren wollten, fuehr dieser auch los. Wir liessen im die Vorfahrt, schlechte Idee. So hatte er eine perfekte Sicht auf unsere Windschutzscheibe und konnte die blaue Plakette sehen, die eigentlich Rot sein muesste. Kurz danach sah man ich auch funken. Wir folgten ihm mit Abstand, am naechsten ausgeschilderten Lookout fuehr er raus und dachte wohl, wir wuerden dieses auch tun, doch wir fuehren vorbei. Zum Glueck wartete er einen Moment, drehte aber nicht um und so wurde er in unserem Rueckspiegel immer kleiner.
Unserer erstes Schild zu einem Wasserfall tauchte auf, bei dem wir abbiegten und dem Weg folgten. Doch der Weg war extrem eng und sollte noch 12km so weiter gehen, wir suchten eine geeignte Stelle zum wenden und kehrten um, also wieder nichts.
Kurze Zeit spaeter kam aber endlich der eigentliche Weg zu den Milaa Milaa Falls. Die Strasse fuehrte an drei Wasserfaellen vorbei und wir hielten bei jedem an.
Der erste war einfach schon traumhaft, von vielen Baeumen umgeben, mitten im Wald gelegen und keine Menschenseele weit und breit. Wir machten tolle Bilder direkt vor den Wasserfaellen. Einfach nur genial.
Beim zweiten konnte man leider nicht ins Wasser, diesen sah man nur von der Seite, von einer Bruecke aus. Doch auch dieser Anblick war einfach nur klasse.
Der weg fuehrte uns nun zum dritten und bekanntesten Wasserfall, den Milaa Milaa Falls und dies sah man auch schon auf dem Parkplatz an den zahlreichen Autos, die hier standen. Wir gingen hinunter zu den Faellen und es war beeindruckend. Sie waren richtig hoch und wieder von vielem gruen umgeben. Milaa Milaa Falls Unsere Weg fuehrte uns direkt ins Wasser und mit unserer Unterwasserkamera machten wir noch so einige, schoene Bilder. Wir verweilten noch ein wenig im sehr kalten Wasser, ehe wir unseren Weg nach Cairns fortsetzten.
Im naechsten Ort machten wir an einem weiteren Wasserfall halt und gingen noch einmal eine Runde schwimmen. Anschliessend wollten wir noch eine Tasse Cafè trinken, aber dass Cafè war geschlossen und die Reise musste ohne Koffein weiter gehen.
Die Zeit arbeitete auch wieder entschlossen gegen uns und wir konnten nicht mehr so viele Zwischenstationen machen, wie geplant. Allerdings kam wieder ein Schild zu einem weiteren WAsserfall, welchem wir dann doch folgten, was sich im Nachhinein als nicht so klug herausstellte. Zunaechst einmal war nach dem Abzweig der Weg noch 12km lang, doch wir wollten diesmal durchhalten und den Weg fahren. Das heisst Jessica fuehr. Wieder aenderten sich die Strassenverhaeltnisse in gewohnter Manier von zwei- auf einspurig, von Asphaltiert zu Schotter- und Staubpiste. Nachdem Jessy schon zwei Autos vorbeilassen musste, wurde ihr das alles zu bunt und wir tauschten. Der Weg zeichnete sich aber nicht nur durch die bereits genannten Punkte aus, es ging auch noch schon hinauf und wieder hinunter und das ziemlich steil.
So kamen wir an einem Huegel an wo es so extrem herunter ging, dass Jessy schon ein wenig Panik bekam und nur noch heraus bekam :“Will nicht ruter, Will da nicht runter…“, dass mehrmals hintereinander, Der Weg der unerreichbaren Wasserfaelle aber wir waren schon soweit gefahren, da konnte ich nicht einfach drehen. Jessy hielt sich die Augen zu und war am zittern und ich tastete mich langsam hinunter, wobei die Bremsen sehr viel zu tun hatten und ich nur hoffte, dass das Heck hinten blieb.
Da waren wir nun auch fast am Parkplatz angelangt, aber nur fast. Wie gehabt gab es auch hier zwei Strassen die unter Wasser standen. Ohne viel zu ueberlegen und grosses Aussteigen fuehren wir einfach durch und es passte zum Glueck auch.
Am Parkplatz angelangt kam aber schon die naechste Botschaft „3km Wanderung bis zum Wasserfall“. Na klasse dachten wir uns und liessen uns doch abwimmeln und kehrten wieder um. An dem besagten Berg mussten wir ja nun auch wieder rauf, was ich vorher nicht so ganz bedacht hatte. Jessica hatte wieder ein wenig Panik und ich merkte, wieder Wagen extreme Probleme hatte, diese Schotterpiste wieder hinauf zu kommen. Mittlerweile waren wir im ersten Gang und die Raeder drehten immer wieder durch und die Automatik liess sich auch nicht wirklich dosieren. Am Ende aber schafften wir es doch noch hinauf, auch wenn es eine Weile dauerte. Jessica war nicht gerade gluecklich ueber diesen Ausflug und es hat sie bestimmt ein paar Jahre ihres Lebens gekostet, aber es hat Laune gemacht.
Da wir uns die ganze Zeit auf einer Bergplatte bewegten mussten wir diese Hoehe ja auch irgendwann wieder verlassen. Kurz vor Cairns begann das naechste spannende Stueck, eine sehr lange Kurvenreiche Strecke hinunter vom Berg. Nach einigen Kilometern brauchte Jessy eine Pause, da der Magen sich so langsam meldete und das garnicht witzig fand. Schade, sonst haette ich gern noch ein wenig die Kurvengeschwindigkeit angetestet 🙂
Ein paar Kilometer weiter hatten wir es geschafft und wir passierten das Eingangsschild von Cairns. Der Blick auf Cairns
Nun ratet mal, was unserer erster Weg war…
…Natuerlich ging es nicht direkt ins Hotel oder an den Strand, nein wir hatten wieder Touren geplant und so verschwanden wir als erstes in einen Info- Center um zwei Touren fuer die naechsten Tage zu buchen. Einmal schorcheln am Great Barrier Reef und eine Tour durch den Regenwald von Cairns.
Danach schauten erstmal bei unserem Hotel ein und das Zimmer welches wir hatten war wirklich sehr nett und zur Abwechslung mal richtig gross, mit TV und eigenem Badezimmer, wir wussten schon fast garnicht mehr, dass es sowas gibt 😉
Das Zimmer lag auch nur 15m vom naechsten Hotelpool entfernt und so sprangen wir hier auch erstmal wieder hinein.
Am Abend fuehrte unser Weg wieder nach Cairns zu einem sehr leckeren Abendessen in einem kleinen Pastaladen mit selbstgemachter Paste und tollen Saucen. Danach sprangen wir noch in die Lagune, welche direkt am Meer liegt und genossen die letzten STunden des Abends bevor wir wieder zurueck ins Hotel fuehren. Lagune in Cairns

Dies sind wohl die letzten Zeilen unserer Reise, die ich aus Australien Online stelle. Die letzten zwei Tage haben wir noch soviel unternommen, dass ich mit dem Schreiben nicht nachkomme. Das werde ich aber morgen nachholen und die letzten Eintraege wohl Freitag aus einem, von hier, aus kalten und kuehlen Land Online stellen. So wie es aussieht, wird Quantas wohl puenktlich fliegen und wenn die Ladeluke nicht wieder streikt oder keine Wirbelstuerme auftreten oder was auch immer, werden wir wohl morgen Nachmittag Australien verlassen 🙁
Also bis dann ihr noch Fernen Mitleser 🙂

Ein Gedanke zu “Die Letzte Etappe – Cairns

  1. Ich hoffe ihr seit nicht all zu traurig, aber wie heißt es doch so schön, wenn es am schönsten ist soll man aufören! Aber so wie ich das sehe, hat sich euer Urlaub mehr als gelohnt 🙂 Ich mein wo sonst begibt man sich freiwillig in große Gefahren und sieht gleichzeitig so unglaubliche Landschaften und Gegenden?!? Ich wünsche euch für euere Rückreise viel glück und das ihr mir wieder heil hier ankommt! Freu mich schon auf mehr Bilder von euerem Traumurlaub und euere Heimkehr!!!
    Bis bald
    HEL

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