Mission Beach – Oder Mission Wasserfaelle

Es ist soweit, Australia Day.
Nach unserer kurzen, unruhigen Nacht in unserem Super- Hotel direkt an der Hauptstrasse verliessen wir dieses sehr frueh am morgen und unserer Weg fuehrte uns zunaechst zu unserem Hostel „Globetrotter“. Bevor wir die Reise nach Cairns fortsetzen, wollten wir uns hier noch ein wenig Luft machen, wegen der schlechten Information und der sehr langen Warzezeit auf uns. So hatten wir natuerlich das Pech nur an eine Angestellte zu treffen, diese kannte die Probleme wohl und verwies uns an den Chef und meinte es wuerde ihr leid tun, aber sie kann und darf da nichts machen. Na ganz toll, dachten wir uns. Also werden wir wohl eine Mail schreiben muessen, da wir auf den nicht warten brauchen.
Kurze Zeit spaeter waren wir bereits auf dem Weg nach Mission Beach. Da wir keine Gelegenheit fuer ein Fruehstuck hatten, machten wir eine Pause in einem Einkaufszentrum. Naja und was soll man sagen, aber auf einem Feiertag scheinen die Australier einzukaufen. Jedenfalls waren die Parkplaetze alle besetzt und es war kaum was freies zu finden. Nachdem wir unser Schiff endlich abgestellt hatten, erblickten wir, nachdem wir mit der Rolltreppe nach oben ins Zentrum fuhren, eine Menge Leute die am Einkaufen waren. So gesellten wir uns dazu und holten ein paar Sachen im Supermarkt, bevor wir uns fuer ein Kaffee niederliessen. Jessy wollte unbedingt die Donuts von King Donuts probieren und bekam gleich 6 Zuckerbomben. Die Dinger schmeckten nur nach Zucker und nach Kuenstlichen Mitteln, aber ein Donut- Geschmack war eher schwer zu entdecken. Da sind die Kunst- Donuts von Donuts besser.
Auf dem Highway war zur Abwechslung auch mal richtig was los und wir wollten doch schnell in Mission Beach sein um noch einiges Unternehmen zu koennen. Aber schon nach 30km kam der erste Abzweig zu einem Wasserfall, dem wir natuerlich folgten. Die Strecke war wieder traumhaft. Sie wurde einspurig, fuehrte eine steile Strasse mit bis zu 12% Steigung hinauf und war zudem noch 8km lang. Im Loneley Planet war ueber diese Strecke noch vermerkt: „Verlieren des Mittagessen, fast garantiert“, so freute sich Jessica schon ueber jede Kurve und davon gabs einige.
Oben angelangt wollten wir auf dem Parkplatz, den gerade ein Polizeiwagen verliess. Wir liessen diesem dem Vortritt und hofften, dass er nicht all zu genau auf unsere Scheibe schaut. Gluecklicherweise sah er die falsche Plakette wohl nicht und fuehr weiter.
Da war er, ein kleiner Wasserfall mitten im Berg gelegen, mit traumhaften, klarem Wasser, welches sich seinen Weg durch die Felsen bahnte. Es gab immer wieder so kleine Pools, dann ein wenig Felsen an denen das Wasser runter floss und den naechsten Pool. So sprangen wir gleich ins kuehle Nass und es war wirklcih kalt. Kristallklares Wasser vom Berg mit einer erfrischenden Temperatur so hatten wir unsere erste Abkuehlung an diesem Tag bei 35°C. Nach dieser Erfrischenden Pause verliessen wir den Wasserfall und fuehren weiter.
Wir kamen aber nicht soweit, noch vor dem Highway gab es die naechste Abzweigung zum Big Crystal Creek und natuerlich liessen wir die nicht einfach an uns vorbeiziehen sondern folgten den Wegweisern wieder bereitwillig. Die Strasse war nach einem kurzen Stueck nichtmal mehr geteert sondern bestand nur noch aus Schotterpiste mit schoenen Laengsrillen, Bremsen war somit was ausgeschlossen. Nach unserer Ankunft wurden wir aber wieder belohnt, mit einem Bach der mittendrin natuerlich gestaut war und somit eine schoene Schwimmbucht bot. Sofort nutzen wir die Chance und verschwanden ein weiteres Mal im Wasser.
Die Zeit rannte uns davon und wir waren endlich wieder auf dem Highway 1, aber auch das nicht lange. Ein paar Kilometer weiter gab auf der rechten Seite das „Frosty Mango“, indem es alles rund um die Mango zum Kaufen gab. Ein Zwischenstop eingelegt und schon hatten wir Mangomarmelade und Sweet- Mango- Chilli- Sauce. Wir koennten uns noch ein Mango Smoothie und Pfannkuchen mit Mangoeis natuerlich, also ein Mango- Stop durch und durch.
Der weitere Weg liess uns einfach nicht vernuenftig fahren, kaum ein paar Kilometer geschafft, gab es dass naechste Schild zu den naechsten Wasserfaellen. Auch an diesem konnte ich nicht vorbei fahren, ohne dort gewesen zu sein und so bog ich wieder ab.
Allerdings war der Weg noch heftiger. Zunaechst wurde es wie gehabt einspurig, danach folgte auch wieder die Schotterpiste, doch einige Kilometer vor dem Wasserfall stand die Strasse auch schon unter Wasser. Es sah so aus, als waere es nur wenig Wasser, was ueber der Strasse stand und so mutierte unserer Fahrzeug so langsam zu einem Jeep. Vorsichtig fuehren wir uber die unter Wasser stehende Strasse und stellten erstaunt fest, dass es so ca. 20 – 30 cm tief war. Aber auch ein weiteres Lohnenswerter Wasserfall, in dem wir natuerlich nochmals badeten. Es gab auch ein Lookout, den wir zunaechst besuchen wollten, aber auf dem Weg dorthin wurden wir von den zahlreichen Muecken vertrieben, die dabei waren uns auszusaugen. So blieb es nur bei der Schwimmeinlage und der Weg ging weiter.
Nach diesen zahlreichen Umwegen liess Jessica mich auch nicht mehr weiterfahren und wir tauschten. Und ihr koennt es euch denken, von nun an rauschten die Schilder mit den Hinweisen „Wasserfaelle“ nur so an uns vorbei und wurden kaum eines Blickes gewuerdigt 🙂
Einige Zeit spaeter waren wir auch kurz vor Mission Beach und Jessica musste nun auf der Strasse durch einen Nationalpark fahren, ueber die zahlreiche Cassowarries laufen. Am laufenden Band waren an der Seite Hinweis- und Warnschilder zu sehen, aber wir hatten Glueck und uns nahm kein Tier die Vorfahrt.
Endlich waren wir im Hostel angekommen und wir waren sehr beeindruckt. Von allen Hostels die wir bisher hatten, sah dieses hier am besten aus und der Eindruck setzte sich auch, nachdem wir reingingen, fort. Wir wurden nett begruesst und bekamen ein Zimmer mit Doppelbett fuer 46A$ die Nacht, was umgerechnet ca. 24€ sein duerften. Das Zimmer war total sauber und mit Klimaanlage und Venitlator ausgestattet. Da wir Australia Day hatten gab es am Abend noch ein leckeres BBQ, dazu waren wir gerade rechtzeitig gekommen und nachdem wir unsere Taschen aufs Zimmer gebracht hatten, wurde das BBQ schon eingelauetet.
Es war richtig lecker, mit selbstgemachten Salat und Bouletten und Wuerstchen die auch in Ordnung waren. Alles in allem war es ein super Hostel, total guenstig, sauber und das leckere BBQ wir woechentlich wiederholt. Schade das unser Aufenthalt nur von kurzer Dauer ist, wir haetten hier gern mehr Zeit verbracht.
Nachdem Abendessen schrieben wir noch einige Postkarten (ja, da sind tatsaechlich welche Unterwegs) und gingen schlafen.

Vielleicht unser letzter Eintrag, also geniesst ihn und schriebt nochmal nen paar Kommentare. Ist so ruhig geworden, da bekommt man den Eindruck wir wurden schon vergessen… Bis Bald.

5 Gedanken zu “Mission Beach – Oder Mission Wasserfaelle

  1. Hi,
    heute habe ich auch mal wieder Zeit gehabt eure Berichte zu lesen. Also die Segeltour hörte sich echt cool an. Jessi hätte sich nur ein paar Dimenhydrinat Pillen besorgen sollen. Oder besser noch ich wäre mitgesegelt.
    Ach schade das ihr schon bald wieder da seit. Dann kann ich nichts lesen.
    Viel Grüße Antje

  2. Hallo ihr Beiden – wie ich im Kalender sehe, läuft euer Countdown und ihr wollt wieder zurück kommen – was ANTJE anscheinend nicht gut findet 😉
    Manchmal liest sich eure Reise wie eine lukullische Rundfahrt – IHR habt aber weder das Känguruhsteak, noch das Straussensteak probiert:-(
    Ihr seid nicht in ITALIEN oder in den USA !!!
    Im Moment läuft bei RTL der Dschungelkönig (etwas unterhalb von Sydney) – ich hatte erwartet, euch da zu sehen um Dirk Bach und Konsorten im Fluß zu ertränken und uns von dem Übel zu befreien.
    Denkt mit Sehnsucht zurück – wir werden die Nächsten sein, die diesen Kontinent besuchen werden. Dafür werde ich in Germany einen Operator benötigen, der ein FUKTIONIERENDES Portal betreuen kann – Gregor ist noch in der engeren Wahl 😉 obwohl er mit dem Fotomaterial nicht punkten konnte. (Da ist er anscheinend nicht auf dem neuesten Stand – es gibt leicht zu handhabende Digitalkameras, die mehr als 24 Aufnahmen gestatten) 😉
    Ich befürchte, wir werden wohl einen DIA-Abend mit 36.452 ANALOG-Fotos über uns ergehen lassen müssen.
    Pizza, Cola und Hamburger sponsern wir natürlich.
    Netten Abend noch – oder ist schon morgen oder gestern ??
    Uwe & Edda

  3. Naja, von wollen kann ja keine Rede sein, aber irgendwie sind alle spaeteren Fluege ausgebucht wir sind noch am ueberlegen, ob wir blieben, da Australien, soweit ich weiss, kein Auslieferungsvertrag mit dem kalten Deutsschland hat 🙂
    Wir haben Kanguruh und Krokodil probiert, zum Strauss hats nicht mehr gereicht, aber dafuer gibts heut Abend noch Barramudi (wenn das so geschrieben wird 🙂 )
    Naja, wir sind soweit weg von diesem Camp, aber wenn wir drueber Fliegen, wird ausversehen die Ladeluke unserer Boing aufgehen und vielleicht erledigen sich die Probleme dann ganz von allein…
    Naja, dass mit dem Fotomaterial hat nicht ganz so geklappt, aber ich gelobbe Besserung 😉
    Ja,. dass habr ihr beiden richtig erkannt, den Dia-Abend koennt ihr schon mal vorbereiten uns es sind mehr als 36.000Fotos, also bis Bald! 🙂

  4. Freut mich, dass ihr das alles überlebt habt! Nach eurer Fluß-Aktion hab ich mir ja schon leichte Sorgen gemacht!
    Ich hoffe ihr genießt die letzten Tage, Stunden oder wie viel Zeit ihr auch immer noch habt und werdet nicht auf den letzten 10 m zum Autovermieter noch wegen der blöden Plakette angehalten 😉
    Bis bald in good old Germany!!!

  5. Hy, hier sind doch einige Leute die dir schreiben! Und was sollen wir nun lesen wenn ihr wieder hier seit? Dann müsst ihr euch etwas neues einfallen lassen…?!? Sonst wird uns ja noch langweilig! 🙂 Das könnt ihr doch nicht verantworten, oder??? 😉 Dann bis bald im schönen kalten Deutschland!!!!

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