Die Reise nach Airlie Beach…

begann wieder mal sehr frueh, aber dass ist ja inzwischen nichts neues mehr. Fuer das naechste mal Ausschlafen ist wohl erst am Wochenende in diesem komischen kalten Deutschland Zeit. Der Name des Deutschen, den wir gestern kennenlernten, ist uebrigens Stefan, von hier nochmal schoene Gruesse und noch weiterhin viel Erfolg in Australien. Kurze Zeit spaeter befanden wir uns auch auf dem Weg nach Airlie Beach. Vorher tankten wir nochmal voll und mussten leidvoll feststellen, dass der Zapfhahn erst nach 58l einen vollen Tank bestaetigte… Zum Glueck sehen die Preise genauso aus wie in Deutschland, mit dem Unterschied, dass hier eine andere Waehrung gilt und wir so ca. 0,80€ fuer nen Liter zahlen.
Wir waren ca. 30 km von Rockhampton weg und auf dem Highway 1 unterwegs und stellten schon wieder fest, dass hier nichts ist und damit ist auch wirklich nichts gemeint. Ausser ein wenig Buschland und ein paar Strommasten war um einen herum nichts zu sehen. Nicht mal Kreuzungen oder aehnliches.
Da bleibt ja mal Zeit euch was von den Lastwagen hier zu erzaehlen. Die haben hier alle die Grosse der XXL- Trucks, die bei uns vielleicht noch kommen. Das beste ist aber, wenn dir ein Oversize- LKW entgegenkommt. Dieser ist alleine Unterwegs und je nach Groesse hat er zwischen 70 und 100 km/h auf dem Tacho und ausser einem grossen Schild auf der Front „Oversize“ gibt es keine weiteren Hinweise oder Warnungen. Echt krass.
Die Fahrkuenste der Australier sind auch nicht wirklich nachzuvollziehen. Auf gerader einspuriger Strecke koennen sie anscheinend keine Geschwindigkeit konstant halten, sondern variieren diese von 70 – 100km/h im Wechsel. Und da soll man nicht Wahnsinnig werden, wenn man dahinter herfaehrt und den Tempomat eingeschaltet hat. Sobald aber ein zweispuriges Stueck zum Ueberholen kommt, fahren sie auf einmal konstant 100 und wollen dich anscheinend nicht vorbei lassen. Echt der Hammer.
Ansonsten verlief die Fahrt aber eher ruhig, da uns ja nur einmal in 50 km ein Fahrzeug entgegen kam 🙂
Einen kurzen Zwischenstop legten wir allerdings in Mackay ein und goennten uns, wie gewohnt, einen Cafè. Neben dem Cafè- Laden sahen wir einen Multimedia- Laden und machten noch einen kurzen Abstecher dort hinein. Na und was sahen wir da, guenstige Preise fuer Notebooks, Digi- Cams, PC`s usw. Wie guenstig, muss ich allerdings erst noch in Erfahrung bringen. Vielleicht kauf ich mir ja direkt hier ein Notebook.
Wenig spaeter setzten wir unsere Fahrt fort und man sollte es kaum glauben, aber auf dem zweiten Teil der Strecke waren ja schon Rush- Hour- Ähnliche Zustaende. Es kamen uns nicht mehr alle 50 km ein Fahrzeug entgegen sondern mittlerweile alle 2 – 5 Minuten, ja wahnsinn 🙂
Kurz bevor wir in dem Vorort von Airlie Beach ankamen, sahen wir allerdings, was der andauerende Regen angerichtet hat. Bis vor 2 Tagen, war der Highway hier garnicht befahrbar, weil er komplett unter Wasser stand. Neben dem Highway standen weite Teile der Felder und des Landes unter Wasser. In der Stadt waren mehrere Bruecken gesperrt. Es war auch kein Hinweis zu bekommen, ob der Weg nach Airlie Beach frei ist oder ob ein Umweg gefahren werden muss. So fuehren wir die ausgeschilderte Strecke entlang, sahen aber auf diesem Teil kaum noch Wasser an der Seite. Erst im Ort selber, war zu sehen, wo dass Wasser bis vor wenigen Tagen gestanden haben muss.
Uebrigens sind die Strassenkarten, die wir bekommen haben, der aller groesste Mist. Auf der Karte ist keine einzige Nebenstrecke eingezeichnet oder beschriftet. Und im Loneley Planet sind nur minimale Stadtkarten enthalten. Die Ausschilderung hier ist auch echt verwirrend, erst ist der Ort wo man hin will ausgeschildert und zwei, drei Kreuzungen weiter steht ein anderer Ort auf den Schildern und man denkt schon, man hat eine Abzweigung verpasst, aber ein paar Meter weiter ist wieder der urspruengliche Ort ausgeschildert. Das soll mal einer begreifen. Zum Glueck lag unserer Hostel nur an einer Nebenstrasse, die von der Hauptstrasse abging, so fanden wir dieses auch ziemlich schnell.
Es hatte eine Empfehlung vom Loneley Planet und stand als kleines Hostel dort drin. Was die bei der Redaktion allerdings als klein definieren, ist mir noch schleierhaft. Das Hostel ist auf jeden Fall kein kleines. Es ist aber sauber und gut eingerichtet. Nach unserem Check- Inn machten wir eine kurze Staedteerkundungstour. Dabei nahmen wir auch den Check- Inn fuer unsere Segeltour in zwei Tagen vor. Die Vorfreude darauf ist schon riesig und das Wetter scheint es, hoffentlich, auch gut mit uns zu meinen 🙂
Ein kurzer Einkauf beim Woolworth musste noch sein, ehe es wieder zurueck ins Hostel ging. Anschliessend erkundeten wir nochmals die Stadt und schauten nach unserem morgigen Reiseziel, dem Eungella- Nationalpark. Dort soll es einige Schnabbeltiere zum bestaunen geben und Wasserfaelle bei denen man schwimmen kann, allerdings soll die Strecke zu den Wasserfaellen aus Schotterpisten bestehen und diese sind nach starken Regenfaellen kaum befahrbar. Gut das wir davon in den letzten Tagen nur wenige hatten. Ob wir dort nun hinkoennen, werden wir erst morgen frueh in Erfahrung bringen, wenn wir mit der Info aus dem Nationalpark gesprochen haben.
Beim Abendessen hatten wir diesmal wieder Besuch von den kleinen, bis mittelgrossen Tieren, auch genannt Karkalaken. Jessy versucht mir aber einzureden, dass es an dieser Hitze hier liegt und diese deshalb wohl kaum ausbleiben. Beim Abendessen selber wurden wir andauernd von Riesenameisen angegriffen, die mindestens 10 – 20 mal so gross sind, wie unsere Einheimischen. Ich wuerde sie schon eher als Megakaefer bezeichnen. Nachdem sie feststellten, dass sie von unserem Essen nichts bekommen, machte sich eine von ihnen ueber einen Kaefer am Boden her und schaffte ihn dann weg… Krass.
Achja, nachdem Nina nun nicht mehr an unserem Urlaub teilnimmt, hat Jessy auf einmal extreme Probleme mit den Muecken um uns rum. Sie zaehlte bisher an einem Bein schon 21 Mueckenstiche und hat so langsam den Eindruck, dass sie ausgesaugt wird, was ich durchaus verstehen kann (uebrigens werde ich nicht traktiert). Wahrscheinlich wird sie mit irgendeiner Krankheit aus dem Urlaub wieder heim kommen, was ich nicht hoffen will, aber es waere nicht ungewoehnlich. Mittlerweile traut sie sich auch schon garnicht mehr in die Natur. Wenn naemlich keine Muecken da sind, koennten ja Spinnen oder Schlangen auf sie lauern. Auf dem Weg heut sahen wir uebrigens zwei Schlangen am Strassenrand liegen und sich sonnen.

4 Gedanken zu “Die Reise nach Airlie Beach…

  1. Hallo ihr beiden, ich habe in den Nachrichten die Überschwemmungen gesehen und mir gleich gedacht, dass ihr besser mit einem Boot weiterfahren solltet – dann brauchst du auch keine Landkarte mehr 😉
    Statt eines Notbooks würd ich lieber in ein GPS investieren Uwe

  2. Ihr hättet euere Mittesser einfach mal mitessen sollen, vieleich wären sie dann ja freiwillig gegangen?!? Wäe doch auch nur eine weitere Fleischeinlage gewesen 🙂 🙂 Ach, soll dich fragen warum du nicht mal wieder anrufst? Da wartet jemand sehnsüchtig drauf! 🙂 Genießt mal noch euere letzten Urlaubstage, so lang ist es ja nun doch nicht mehr 😉 Dann dis bald………………

  3. Hallo Uwe,
    jajaja, vielleicht werd ich noch ein Laden finden, der mir ein GPS- System gibt, aber funktionieren diese hier ueberhaupt? 🙂
    Da wir aber die naechsten drei Tage Segeln sind, denke ich, kann ich auch dass GPS- System des Grossseglers mitnutzen.
    Übrigens schöne Grüsse an Edda und Gina.
    Den Anruf habe ich gerade getätigt, aber das Geld hat nicht ganz gereicht. Werde das nächste Mal nach unserer Segeltour anrufen, wenn ich Zeit haben sollte 🙂
    Was war denn schon wieder mit deiner Klapperkiste, hab gehört du bist liegengeblieben und musstest Frank wieder belästigen? Welchen Gang hast du denn net rein bekommen? 🙂
    Kannst ja ne kurze Mail schreiben oder trag es direkt hier ein, wie du magst.
    So, jetzt ist aber langsam Zeit zum Schlafen gehen. Muss ja morgen früh fit sein.

  4. Die Batterie-Leuchte hat angefangen zu leuchten und dann hab ich das Auto stehen lassen und am Samstag morgen kam Frank. Dann musste er den Kohle… austauschen und dann lief der Wagen eigendlich wieder und er ist gefahren. Also wollt ich in die Stadt bin aber nur einen Meter weit gekommen, da ist es auch schon wieder aus gegangen. Ich ihn wieder angerufen und er hat bestimmt gedach ich bin doof, 😉 aber naja. Er also wieder gekommen und sich das Auto angeschaut. Dann hat Frank gesehen das noch was kaputt war, also brauchte ich noch eine neue Verteilerkappe und einen neuen Verteilerfinger. Aber jetzt läuft er erstmal wieder! Außerdem waas heißt hier belässtigt? 🙂

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