Brisbane herrliche Aussichten beim Schwimmen und Karkalaken beim Abendessen

17_brisbane.jpg Die Sachen in Sydney waren groesstenteils schon gepackt, als wir uns am fruehen morgen aus dem Bett schaelten. Da wir nicht wussten, wie es mit der Mitnahme von Lebensmitteln bei einem Inlandsflug aussah, war dass Fruehstueck sehr gesund und bestand aus einem Baegel, Nutella und 1,5l frisch gekuehlter Coca Cola.
Nach diesem doch sehr ausgewogenen Fruehstuck versuchte ich das Internet ans Rennen zu bringen und den D-Link Router mit zu ueberreden mir Datenpakete zu liefern, er weigerte sich aber Standhaft und so musste ich doch aufs Kabel zurueck greifen. Da wir nicht mehr soviel Zeit bis zum Abflug hatten, blieben wir im Hostel, schauten uns noch einmal in aller Ruhe die vor uns liegende Skyline an und surften zur Ausnahem mal ein wenig durchs Netz. Kurze Zeit spaeter fuhr uns ein Shuttle auch schon zum Flughafen. Dort angekommen kamen wir schon zu ersten Ueberraschung, automatisierte Check- Inn- Schalter von Quantas, die sind ja soviel schneller.
Wir stellten uns an die Warteschlange und wurden direkt von einer Dame auf diese tolle, neue Erfindung hingewiesen und dass wir diese nutzen muessen. Wir also ran an den ersten Automat „Druecken Sie auf den Bildschirm um zu beginnen“, wir gedrueckt und gewartet und gewartet und es passierte nichts. Also zum naechsten Kasten „Druecken Sie auf den Bildschirm um zu beginnen“ gedrueckt, gewartet und die Meldung „Zur Zeit nicht verfuegbar“ erhalten. Krass, laeuft ja wie ein Laenderspiel, diese netten, kleinen, schnellen Kisten. Also auf zum naechsten, es standen ja nur so 15 Stueck darum, wird bestimmt einer Funktionieren und siehe da, er tats dann auch. Nachdem er ungefair soviel abgefragt hat, wie ein Automat der Deutschen Bahn und die Bedingung voellig intuitiv war, erhielten wir ein Boarding- Ticket. Und nun? Achso, wir muessen uns ja doch noch anstellen. Wir uns am Gepaeckschalter angestellt, dort pruefte die nette Dame, den gerade gedruckten Boarding- Pass und nahm unser Gepaeck entgegen. Eigentlich machte sie alles, wie beim normalen einchecken auch. Sie pruefte allerdings nicht, wer am Notausgang sitzt, da fuer die Sitzplatzreservierung der Kasten zuvor zustaendig war. Ausserdem wollte zu diesem Zeitpunkt auch kein Schwein unseren Ausweis sehen.
Nachdem sie unser Gepaeck entgegen nahm und unsere Boarding- Paesse geprueft hatte, war der Check- Inn bereits erfolgt, so verliessen wir den Schalter und standen nun mitten im Terminal 3 und sollten zum Gate 8, aber wo ist das Gate 8 und wo sind Wegweiser? Irgendwie gabs diese an diesem Terminal nicht wirklich, so irrten wir ein wenig ziel- und planlos umher und schauten uns um, um jemanden zu fragen. Eher zufaellig kamen wir am Sicherheitscheck vorbei. Das Personal kannte das Problem schon und liess uns zuegig passieren. Das Glas Nutella, welches ich nachdem Fruehstueck weder verschenken, noch uebern Jordan werfen wollte, passierte den Sicherheitcheck ebenfalls, ohne aufzufallen. Somit haben wir 200g Nutella mit ins Flugzeug bekommen. Zaehlt das eigentlich als Fluessigkeit? Bei den Aussentemperaturen ja eigentlich schon 🙂
Nun den, mit dem Boomerang und meinem Posterschlaeger haben wir den Sicherheitscheck passiert und warteten nun auf das Flugzeug.
Ungewohnt puenktlich ging das Boarding auch los und wir waren schon voller Hoffnung, dass erste Mal puenktlich mit Quantas zu starten und zu landen. Schon im Flugzeug gabs aber die ersten Probleme. Der automatische Kasten hatte eine Mutter mit Kind am Notausgang gesetzt, was nicht ganz sinnvoll war. Also musste, nachdem alle Passagiere im Flugzeug waren, die Plaetze am Notausgang getauscht werden. So starteten wir erst 15 Minuten verspaetet, also wieder alles ganz normal. Soviel zu schnellerem Checkinn und weniger Personal.
Auf dem Flug habe ich noch eine kleine Wette mit Jessy gewohnen. Sie war der Meinung, dass es auf dem kurzen und guenstigen Flug kein Essen gab, aber ich wiedersprach diesem wehement und behielt recht, es gab was zu essen und ich bekam sogar auf dem Flug mein, mittlerweile, heiss geliebtes Ginger Beer.
Kurz vor der Landung, bekamen wir noch die ueblichen Wetterinfos und die hauten uns schon im Flugzeug aus den Latschen, 29°C, schwuel bis sehr schwuele Luft mit kleineren Mieselregen, auf gut Deutsch also Waschkueche. Beim Ausstieg aus dem Flieger erwartete uns auch wirklich eine Wand.
Unsere Gepaeck brauchte diesmal zwar ein wenig, bevor es den Flieger verlassen hat, aber es war da. So nahmen wir das naechste Taxi um zu unserem Mietwagen zu kommen.
Dort angelangt, brauchten wir bestimmt 30 Minuten um endlich unseren Wagen zu bekommen. So viel Papierkram, schlimmer als in Deutschland. Und den kleinen Wagen, den ich gerne haben wollte, war ein Toyota Camry mit 4,90m Laenge… Wo sollen wir das Schiff nur Parken. Der Wagen ist in einem Topzustand und hat allen Luxus den man nicht braucht, aber er uebersteigt unsere Anforderungen doch deutlich. Und der dazu erledigende Papierkram mit einem zusaetzlichem, doppelseitigen, im Kleinst- Format, geschriebenen Vertrag, liess das gute Gefuehl nicht gerade steigen. Dennoch ist der Wagen Top. Mal schauen, was der Verbrauch, die naechsten Tage, so sagen wird.
So machten wir uns auf die Suche zum Hostel und gelangten eher durch Zufall dort hin, Jessy sortierte sich gerade im Stadtplan und hatte gerade den Strassennamen auf Ihrerer Bestaetigung gelesen und schaute genau in dem Moment auf die Strasse, als wir an der gesuchten Strasse vorbei fuehren. Das Hostel hatten wir also gluecklicherweise, ungewohnt schnell gefunden.
Der Ersteindruck war zwiespaeltig, dass Haus ist sehr schoen und hat von der Architektur einiges zu bieten. Das Zimmer war ebenfalls sehr schoen gemacht und hatte einen Terrassenzugang. Allerdings waren die Sanitaeren Anlagen und die Kueche in einem grauenhaften Zustand. Das passte so garnicht zum Haus.
Da wir uns aber nicht laenger damit aufhalten wollten und konnten begann unsere Brisbane- Erkundungstour. Wir starteten zunaechst an der Central- Station und gingen Richtung Fluss. Auf dem Weg dorthin dachten wir an die ausgepraegte Kaffeekultur hier und das Brisbane die Stadt fuer Kaffeetrinker sei, da die Kaffeekultur hier so vielfaeltig sei. Allerdings war unsere Weg durch die Innenstadt bis zum Fluss Menschenleer und es war absolute Ruhe. Fuer eine 1,5 Millionen Metropole fehlten hier doch so einige Mitbewohner und vor allen Dingen offne Kaffee`s.
Da kam er aber, dass Cafè „The Crépe Cafè“, welches fuer Jessy natuerlich genau richtig war. Endlich hat sie einen Laden gefunden, der Crépes in allen Variationen anbietete.   18_brisbane.jpgNachdem ich mich fuer einen Iced Mocha entschieden habe, wollte Jessy lieber einen Crépe gefuellt mit Erdbeeren und Eis dazu. Um zu erfahren, wenn die Bestellung fertig ist, gab es hier noch ein Piep- Gerät dazu. So sassen wir kurze Zeit spaeter draussen und das Dingen schrie uns in seinem Schrillen Ton voll an. Da wussten wir, dass Jessy`s Crepè fertig war. So genoss sie einen wirklich sehr leckeren Crépe, prall gefuellt mit Erdbeeren und einer riesigen Kugel Eis dazu. Ich glaub, jetzt wuerde sie sofort hierher auswandern, nur wegen der Créperie 🙂
Nur ein paar Meter weiter eroeffnete sich uns das naechste Highlight dieser kleinen Stadttour. Mitten im Herzen von Brisbane war eine sehr grosse Parkanlage, die sehr schoen angelegt war. Zunaechst einmal gab es einige kleine Huetten an denen man kostenlos Grillen konnte und ein Gasgrill bereits integriert war. Das absolute Highlight war aber das kostenlose Schwimmbad mit einem kleinen Sandstrand davor, welches von vielen Pflanzen und Palmen umgeben war und wunderschoen integriert wurde. Zu einer Seite sah man auf den Sandstrand und zur anderen Seite eroeffnete sah man direkt den Brisbane- River vorbeifliessen und im Hintergrund die Skyline. Das war immer noch nicht alles, am Rand des kleinen Sees war eine Leinwand aufgebaut, auf der jeden Abend Filme gezeigt werden. Schaut euch das Bild einfach mal genau an, wie traumhaft diese Anlage hier integriert wurde, mit indirektem Licht, in unterschiedlichen Farben. 19_brisbane.jpg
Es lag ein wenig oberhalb vom Fluss und war richtig gross. Die Aussicht war einfach nur herrlich, da es so warm war und diese Parkanlage so beeindruckend aussah, waere es eine Schande gewesen, wenn wir hier nicht Schwimmen gegangen waeren. So sprangen wir gleich ins kuehle Nass und es hatte fast Badewannentemperatur. Im Hintergrund sahen wir die Skyline von Brisbane, ueber uns zogen einige Flughunde ihre Kreise und fuer Sicherheit war durch zahlreiche Baywatch- Typen ebenfalls gesorgt.
Leider wurde es sehr schnell dunkel. Brisbane liegt gegenueber Sydney eine Stunde zurueck, somit war es schon um 20 Uhr dunkel.
Um noch rechtzeitig was zu essen zu bekommen, beendeten wir unsere Stadttour und machten uns auf den Rueckweg ins Hostel und hier wartete das grauen auf uns.
Zunaechst einmal war die Kueche ein Schlachtfeld, indem die Toepfe und Pfannen den Eindruck machten, schon einige Tage (oder laenger) unabgewaschen auf ihren naechsten Einsatz zu warten. Besteck war so gut wie keins vorhanden. Die Herdplatten wurden wahrscheinlich vor 2008 das letzte Mal geputzt. So suchte Jessy erstmal nach einen halbwegs brauchbaren Topf und wir waren mit einem Gluecklich. Eine Herdplatte sah noch so aus, als wuerde sie auch kochen ohne uns anzuspringen. Darauf brutzelteten wir unser Mahl. Waehrend ich so beim Tischdecken war und Jessy noch versuchte das Hackfleisch tot zu kriegen, gingen zwei Polizisten an uns vorrueber. Jessy stockte der Atem und ich wusste auch nicht so recht, was nun los ist. Sie suchten wohl jemanden im Hostel und fragten sich so durch. So stiessen sie auf eine von der Hostelleitung die ebenfalls sichtlich ueberrascht war und sie verschwanden gemeinsam in der Rezeption. So sassen wir beim Essen und schauten immer wieder zur Rezeption aus Neugier. Mitten beim Essen kam allerdings die naechste Ueberraschung in Form eines kleinen schwarzen Kaefers der am Rand unseres Nachbartisches auftauchte. Zuerst wollte ich nicht so recht wahrhaben, was das kleine Dingen darstellte, Jessy nahm mir allerdings die Illusion und sagte: „Das ist eine Karkalacke (wenn es so geschrieben wird). Und meinte noch, ob mich das bei dem Zustand der Kueche wundern wuerde…
Ich griff zum naechsten Schuh und setzte ihrem Leben, mit einem kraeftigen Schlag auf den Hinterkopf, ein Ende.
Kurze Zeit spaeter wurden wir von der Mitarbeiterin der Rezeption der Kueche darauf hingewiesen, dass die Kueche gleich geschlossen wird und wir bitte unser Geschirr abwaschen. Dabei versuchte sie es in einem Englisch, welches ungefair so schlecht war, wie mein eigenes. Das Hostel scheint auch Hauptsaechlich von Asiaten bewohnt zu sein, da einige Notizen in Chinesischen Schriftzeichen verfasst waren. So versuchte ich unsere Sachen ein wenig abzwaschen, neben den restlichen Bergen von Geschirr.
Kurze Zeit spaeter machte sich ein dreier Gespann daran, die Kueche wieder auf Vordermann zu bringen, dabei sprangen die beiden Maedels allerdings immer wieder Hoch in die Luft, wenn Sie einen Eimer hervorzogen und dort noch so einige dunkele Kaeferbewohner hinter lauerten.
Uebrigens sahen die Duschen und Toiletten nicht besser aus und waren eher gelb, als weiss, zumal bei den Duschen die Tueren fehlten uns somit der Raum, dauerhaft unter Wasser stand. Dabei war das Haus als solches sehr schoen und alle Zimmer mit einer Klimaanlage ausgestattet. Diese funktionierten allerdings auch nicht mehr oder vielleicht doch? Jedenfalls konnte uns die Rezeption auf Nachfrage nicht sagen, wo die zur Bedingung notwendingen Fernbedienungen geblieben sind oder sie wussten es einfach nicht.
Nach diesem Erlebnissreichen Tag zogen wir uns auf unser Zimmer zurueck und versuchten bei ca. 26°C Schlaf zu finden.

3 Gedanken zu “Brisbane herrliche Aussichten beim Schwimmen und Karkalaken beim Abendessen

  1. Ist es Euch auch mal möglich etwas vernünftiges zu essen??????????????? Ihr hättet in D bestimmt Rabattkarten für Hamburger oder Pizza bis zum Lebensende bekommen – Nächstes Mal solltet ihr euch um einen Vertrag mit McDonalds oder PizzaHut als Sponsor bemühen. Manchmal denke ich – jetzt kommt erst mal Werbung – und automatisch hol ich mir ein Bier;-)
    uwe + edda

  2. Hy ihr beiden! Na das klingt ja alles sehr lecker, :-)- aber man kann ja nicht immer nur ein makeloses Hotel haben oder? Also dieser Crépe hört sich auf jeden fall sehr lecker an, dass wäre auch noch etwas für mich. 🙂 „Und das Schwimmbad erst“ ich denke das gleicht euer Hotel doch wieder aus, oder nicht? Also für mich wäre das schon ausgleich genug gewäsen glaube ich! Na dann bin ich ja mal gespannt wie euer nächstes Hotel aussehen wird, aber wie gesagt, man kann ja nicht immer nur Glück haben (um euch mal ein wenig zu ärgern) 🙂

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