Whanganui River (Die sehr nasse Fahrt)

Wieder frueh am morgen gings weiter zum naechsten Hoehepunkt. Der Kanu- Fahrt auf dem Whanganui- River. Hier wurden einige Szenen aus dem Film – Herr der Ringe (HDR) gedreht. Diese Drehorte und diese Landschaft wollten wir uns natuerlich auf keinem Fall entgehen lassen. Puenktlich um 8:30 Uhr sollten wir dort sein, aber leider hat uns das Fruehstuck und das Wetter ein wenig aufgehalten. Unterwegs auf der Hauptstrasse waren wir auf der Suche nach dem Zielschild „Blazing Paddels“, nur war davon nichts zu sehen. Doch auf einmal rief Nina, da Links ist es. Jessy und ich waren noch auf der Suche nach dem Schild, doch Nina war schon laengst dabei mit ca. 80 Sachen auf einen kleinen Schotterplatz an der linken Seite zu Brettern und ein gekonnt, leider nicht ganz gelungenes, Chigago- Wendemanoever einzuleiten. Der Pfahl der uns dabei entgegen kam, wollten wir dann aber doch nicht mitnehmen. Nach einer kleinen Verschnaufpause und der Feststellung, dass wir nun alle wach sind, haben wir uns zum Ziel begeben.
Endlich hatten wir die Kanu`s in Empfang genommen, wurden wir zu einer Anlegestelle beim Whanganui- River gebracht. Dort ging unsere grosse Fahrt los. Die ersten Kilometer waren noch von vielen Steinremplern und Koordinationsschwierigkeiten geprägt, dies war aber nur bei den Maennern der FAll. Die Frauen zogen elegant Ihre Bahn. Der Wettergott war sich noch nicht so ganz sicher, wie er uns behandeln will, liess es aber zunaechst gut aussehen. Leider fiel es ihm sichtlich schwer die Schleusen dauerhaft geschlossen zu halten, wobei wir teilweise mehr Wasser von oben bekamen als durch die Wellen des Flusses. Man muss aber erwaehnen, dass es sic dabei um warmen Regen handelte und der Fluss auch eine angenehme Temperatur zum baden hatte. Dennoch liess die Motivation hin und wieder, bei allen, sichtlich nach. Zur Mittagspause war es dann wieder ziemlich trocken und wir genossen die Burritos.
Weiter gings und eine Stromschnelle jagte die naechste. Hin und wieder sah es knapp aus mit dem Umkippen, aber wir konnten uns geschickt dagegen erwehren, ja bis… Bis zu dieser einen Stromschnelle. Diese war auf der Karte garnicht als gefaehrlich verzeichnet. Wir liessen den Maedels den Vortritt und ahnten nichts boeses. Doch es kam eine grosse Welle, die Ihr Kanu erfasste und maechtig mit Wasser fluttete. Leichter Drift nach Rechts und die naechste Welle sagte Good Bye zu dem Kanu. Sie lagen auf der Seite, gaben aber nicht kampflos auf. Jessy hielt sich noch im Kanu fest und versuchte alles, dass unvermeidbare, zu vermeiden. Nina war derweil schon vom Kanu runter, im naehcsten Moment aber doch wieder drauf und fragte Jessy nur noch, ob Sie das Boot gesichert haette um sich danach mit einem todesmutigen Sprung auf in den Fluss machte um die Paddel und eine, von zwei, verloren gegangen Flaschen Wasser zu retten.
Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich diese Aktion so cool fand und nachdem wir den ersten Teil der Schnellen ueberlebt hatte, zueckte ich mein Fotoapperat und Fotografierte und Filmte das ganze ein wenig. Beim Beginn des Filmens, kam von Jessy nur „PACK DIE KAMERA WEG“ und eine kurze Sekunde spaeter ein Ruck von unten und wir sind fast selbst gekenntert, konnten dies aber noch im letzen Moment verhindern.


Nach insgesamt 35km waren wir an dem kleinen, abgelegenen Campingplatz Poukaria angelangt, an dem wir die Nacht verbringen wollten. Zelte aufgeschlagen und noch eine Kleingkeit gegessen, da kamen noch zwei weitere Leute an, die ebenfalls auf dem Fluss unterwegs waren und hier uebernachteten. Die beiden hatten leider pech und sind insgesamt zwei Mal gekentert und dabei ist so ziemlich alles Nass geworden, was Nass werden kann (Zelt, Schlafsaecke, usw.) Sie nahmen es gelassen.
Noch ein paar Bilder gemacht und hinein ging es in einem fruehen Schlaf. Leider konnte ich mir, nachdem ich endlich meine Position im Schlafsack gefunden hatte, den Kommentar „endlich, Ich bin drinn“ nicht verkneifen:-)
Der nach ca. 3 Stunden sein jaehes Ende in lautem, prasselendem, Regen fand. Dem eben noch gedankten Wettergott sind die Wolken doch zu schwer geworden. Es regnete die ganze Nacht unerbittlich. Am fruehen morgen packten wir alles zusammen und waren schon nach wenigen Minuten durch. Der klare Whanganui- River hat sich farblich in einem braunen Tuempel verwandelt uns ist um ca. 30 cm gestiegen. Es nuetzte alles nichts, wir mussten weiter zum Ziel. Nach weiteren 24km waren wir am Ziel und das naechste Problem tauchte auf. Aus dem Nebenfluss, auf dem wir einbiegen und zur Anlegestellen fahren sollten, ist ein reissender Fluss geworden, der mit einer ordentlichen Stroemung in den Whanganui River endete. Wir legten auf der Kante an und krachselten einen steilen Hang hoch und gingen dort zu ein paar sehr netten Schaefern, die hier ihren Hof hatten.Voellig durchnaesst und ausgelaugt nahmen Sie uns auf und gaben uns warme Getraenke und gewaerten uns eine schoene heisse Dusche. Ein Riesieges Lob an die Freundlichkeit und Gastfreundschaft in diesem Land. In trockenen Kleidern sah die Welt schon wieder viel freundlicher aus. Nach 2 STunden kam auch endlich jemand ums uns abzuholen. Bei der Fahrt zurueck konnte man auch verstehen, warum mittlerweile schon zwei Fahrzeuge im Fluss lagen (diese werden leider liegen gelassen und nicht geborgen). Eine einzige Schotterpiste die direkt am Whanganui- River entlang fuehrte. Hier gab es aber keine Leitplanken oder aehnliches und die Kiwis haben keine Probleme dabei um die Kurven zu schlittern. Der Fallschirmsprung fuehlte sich dabei schon wesentlich sicherer an:-)

5 Gedanken zu “Whanganui River (Die sehr nasse Fahrt)

  1. Hi Ihr, ich lese schon, ihr habt da wirklich viel Fun. Das mit dem Sprung ist ja echt irre, aber hätte ich ja bei meinem Gewicht nicht machen können, da ich den Fallschirm gnadenlos nach unten gezogen hätte 😉
    Ach ja was ist Burritos? Was eßt ihr denn da? Kann damit mix anfangen – und es interessiert mich natürlich, es geht ja schließlich ums Essen 😉
    Schade, das ihr mit dem Wetter etwas Pech habt, aber das wird sich sicher noch bessern!
    Dann weiterhin viel Spaß!
    Herzliche Grüße
    Steffen

  2. Moin Moin ihr da unten

    Hab heut erst geschafft zu euch zu stoßen, aber hab natürlich vom ersten Tag angefangen zu lesen.
    Ein paaaaaar Höhen und Tiefen habt ihr beiden ja schon in der kurzen Zeit erlebt, doch die spektakulären absolut genialen Aktivitäten lassen euch bestimmt den Verlust des Gepäcks und die zeitweise schlechten Wetterperioden vergessen …. und lassen mich natürlich sehr neidisch vorm PC hocken.
    Freu mich riesig für euch, dass es euch sehr gut gefällt und der Traum in Erfüllung geht.
    Weiter so !!!
    Macht Spaß Neuseeland mitzuerleben.

    Grüße von der anderen Seite der Erde
    Mario

  3. Steffen, Burritos sind gefüllte Weizentortillias. Ist was Mexikanisches und sehr lecker. Trifft bestimmt auch dein Geschmack. Wegen dem Handy, wenn du da noch dran kommst, reservier mir doch auch eins:-)
    Ich brauch ja schliesslich bald eins… 🙂
    Gruß
    Gregor

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